| Großregion-Regierungschefs bringen Kultur-Netzwerk auf den Weg |
|
|
|
| Freitag, 01. Februar 2008 um 16:15 Uhr | ||
Das haben die Regierungschefs der Großregion Saar-Lor-Lux am Freitag bei ihrem 10. Gipfeltreffen im belgischen Namur beschlossen. Damit soll die «Erfolgsstory» der europäischen Kulturhauptstadt «Luxemburg und Großregion 2007» fortgesetzt werden, sagte der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Karl-Heinz Lambertz.
Koordinierungsstellen in den einzelnen Regionen sollen mit einem neuen Sekretariat im «Haus der Großregion» in Luxemburg zusammenarbeiten. Zudem wurde beschlossen, dass sich die Kulturminister der vier Länder künftig alle 18 Monate treffen. Saarlands Europaminister Karl Rauber (CDU) kritisierte das «Kultur-Netzwerk» als unzureichend. «Es wurden keine konkreten Finanzmittel beschlossen, damit es arbeiten kann.» Er sprach sich dafür aus, vom Einstimmigkeitsprinzip bei Gipfel-Entscheidungen abzurücken. «In einer Großregion der zwei Geschwindigkeiten können dann Länder, die wollen, auch etwas ohne die anderen umsetzen», sagte er. Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) warnte davor, «dass wir uns in einer Vielzahl von Arbeitsgruppen verlieren». Es sei notwendig, die Arbeitsstrukturen besser zu koordinieren. Dabei sollte dem Haus der Großregion eine stärkere Rolle zukommen, sagte er. Bei dem Treffen gab Belgien nach eineinhalb Jahren Präsidentschaft den Vorsitz turnusgemäß an Luxemburg ab. Die neue luxemburgische Präsidentschaft kündigte an, die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen in dem Elf-Millionen- Einwohner-Raum weiter auszubauen. Austauschprojekte zwischen Professoren und Studenten sowie «gemischte Klassen» seien ebenso geplant wie eine erste Hochschulmesse für die 111 Institutionen der Großregion, sagte Luxemburgs Innenminister Jean-Marie Halsdorf. Zudem solle ein Netzwerk für junge Polizisten geschaffen und Tierseuchen künftig stärker gemeinsam bekämpft werden. Um bei den Bürgern der Großregion das «Zugehörigkeitsgefühl» zu stärken, werde geplant, an Ortsschildern den Zusatz «Großregion» anzubringen. Müller kündigte im Saarland die Einrichtung einer Anlaufstelle für Grenzgänger der Großregion an, die Probleme herausarbeiten und lösen soll. Als Erfolg bezeichneten die Gipfelteilnehmer das gemeinsame Interreg-Programm, mit dem 106 Millionen Euro EU-Fördergelder künftig von einem Sekretariat im «Haus der Großregion» für gemeinsame Projekte verwaltet werden. «Das Haus wird jetzt zu einer echten Institution und Referenz der Großregion», sagte Halsdorf. Insgesamt beteiligten sich rund 60 Teilnehmer aus den Teilregionen Saarland, Lothringen, Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonien und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens an dem Treffen. In dem Raum zwischen Maas, Mosel und Saar leben rund 11,2 Millionen Menschen. |
























































