| 3000 Jahre alte Farben aus der Bronzezeit entdeckt |
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| Samstag, 02. Februar 2008 um 10:38 Uhr | ||
«Prähistorische Farbfunde in dieser Größenordnung - es handelt sich um etwa ein Kilogramm - sind in Deutschland äußerst selten», sagte der Archäologe und Chemiker Christian-Heinrich Wunderlich vom Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Die Farben lagen aufgeteilt in sieben handlich geformte Stücke in einer Grube in der Nähe einer Siedlung.
Sie sind gut erhalten und könnten heute sofort verwendet werden.» Laut Wunderlich wurden sechs sogenannte Rötelstücke, auch als Blutstein oder Hämatit bezeichnet, geborgen. Zudem lag ein gleichgeformtes Stück gelber Ocker, eine Art Tonerde, in der Grube. «Das waren Opfer- oder Kultfarben, besonders die Farbe Rot. Sie stand für Blut und Feuer und wurde bei rituellen Zeremonien auf die Haut aufgetragen», erläuterte Wunderlich. Die Farbstücke steckten in der als Vorratslager angelegten Grube vermutlich in Leder- oder Textilbeuteln. Das organische Material hat die Zeit nicht überdauert. «Die Welt dieser Menschen war viel farbenfreudiger, als wir uns das bislang vorgestellt haben», sagte der Wissenschaftler. Blutstein wird demnach seit der Steinzeit als kräftige, dunkelrote eisenhaltige Farbe verwendet. In der Altsteinzeit wurden Tote damit bestreut und bestattet, die Farbe wurde auch bei Höhlenmalereien und zum Bemalen von Häuserwänden und Keramik verwendet. «Aus dem thüringischen Bad Frankenhausen kennen wir ein "Malset" mit 24 000 Jahre alten Rötelsteinen», ergänzte Wunderlich. Auch der sogenannten «Schamanin» in Bad Dürrenberg (Saalekreis) wurde vor mehr als 8000 Jahren eine Art Schminkset in das Grab gelegt: Ein Knochenstift als Malwerkzeug und ein Rötelstück als Farbvorrat. (Internet: www.archlsa.de) Gespräch: Thomas Schöne, dpa |
























































