| Kardinal Meisner kritisiert Beliebigkeit der Kunst |
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| Mittwoch, 06. Februar 2008 um 15:49 Uhr | ||
«Wahr ist heute, was der Mehrheit entspricht, auf allen Gebieten, auch auf dem Gebiet der Kunst», kritisierte er in einer Predigt zum «Aschermittwoch der Künstler» in der Kölner Kirche St. Maria im Kapitol. «Aber Wahrheit ist etwas Vorgegebenes», nämlich das, was Jesus Christus gelehrt habe. Hier dürften Christen «keine falsche Bescheidenheit» an den Tag legen. «Wahrheit ist nicht relativ, Wahrheit gibt es auch nicht im Plural, Wahrheit ist keine Mehrheitsfrage, sie ist oder sie ist nicht», betonte er.
Wenn alles gleich wahr sei, dann sei alles auch gleich falsch. «Und dann macht am Ende jeder, was er will», sagte Meisner. Leider orientierten sich heute die meisten Menschen in Deutschland - und sogar einige Theologen - nicht mehr an Christus, sondern an Pontius Pilatus, der Jesus im Verhör vorhält: «Was ist die Wahrheit?» In der heutigen Mediengesellschaft, in der so viele Antworten angeboten würden, sei es auch nicht leicht, die eine richtige Wahrheit zu finden. Künstler müssten dabei helfen. Der «Künstler schlechthin» sei im übrigen Gott, der das Kunstwerk des Menschen geschaffen habe. Meisner hat diese umstrittene Kunstauffassung schon des öfteren vertreten. Auf scharfe Kritik stieß er dabei im vergangenen Jahr, als er religionsferne Kultur mit einem Begriff des Nationalsozialismus als «entartet» bezeichnete. Er bedauerte anschließend, dass durch diese Wortwahl Missverständnisse entstanden seien. Später kritisierte er das Gerhard-Richter-Fenster im Kölner Dom als zu beliebig. Es bringe nichts speziell Christliches zum Ausdruck, sondern könnte genauso gut in einer Moschee hängen, sagte er. |
























































