| Rund 250 Werke bei «Großer Kunstausstellung NRW» in Düsseldorf |
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| Donnerstag, 07. Februar 2008 um 16:12 Uhr | ||
Die Gemälde, Grafiken, Zeichnungen, Fotos oder Skulpturen werden von Samstag an (bis 16. März) im museum kunst palast am Rheinufer präsentiert. Mit strengerer Auswahl haben die Veranstalter die Kunstschau auf die Hälfte verkleinert und das Feld jüngerer Künstler gestärkt, sagte Ausstellungsleiter Axel Vater am Donnerstag.
Die «Große» wird seit 1902 organisiert und ist damit die älteste von Künstlern für Künstler eingerichtete Kunstschau. Alle ausgestellten Werke sind zu Preisen von einigen hundert Euro bis zu 80 000 Euro käuflich. Bewusst habe man mit dem neuen Konzept der Kunstschau auf eine «museale Ausstellung» gesetzt, in der sich die Qualität der Einzelwerke besser entfalten könne, sagte Vater. Der Verkauf an Privatsammler auf der «Großen» sei seit vielen Jahren rückläufig: «Die Leute gehen lieber zu den Kunstmessen.» Den mit 2500 Euro dotierten «Kunstpreis der Künstler» erhält in diesem Jahr der Düsseldorfer Objektemacher Günter Weseler. Der Künstler ist seit vier Jahrzehnten mit seinen bizarren «Atemobjekten» aus Fell und Mini-Motoren bekannt, die er auch auf der Düsseldorfer Schau in einer eigenen Koje umfangreich präsentiert. Der Förderpreis (1500 Euro) geht an die 1980 in Budapest geborene Malerin Sala Lieber. Sie ist Absolventin der Klasse Immendorff an der Düsseldorfer Kunstakademie. Zu der Vielfalt der Themen und Techniken auf der Düsseldorfer Künstler-Schau gehören Videoarbeiten und Fotos genau so wie die klassische Malerei. Unter den Gemälden fallen expressive Großformate wie die beiden «Loft»-Bilder der 1923 in Berlin geborenen Malerin Sigrid Kopfermann ebenso auf wie die magische Straßenszene «Schwanger in der City» im starken Hell-Dunkel-Kontrast der Münsteranerin Helena Beetz (25). Während der Lüpertz-Schüler Tobias Gereon Gerstner eine neoklassizistische «Sphinx» auf ein antikisierendes Säulenkapitell postierte, lässt der aus der Mongolei stammende Maler Gan-Erdene Tsend ein seltsames Nagetier auf dem Kopf eines akribisch gemalten Kamels tanzen («Wache»). Der ehemals als «Sprayer von Zürich» bekannte Harald Naegeli verdichtet winzige Tusch-Linien zu großformatigen «Urwolken» und der Düsseldorfer Lichtkünstler Mischa Kuball spielt fotografisch mit den Motiven der Helden der Sowjetkunst Malewitsch und Lissitzky. Garantiert nur zum Anschauen geeignet ist die Gummi-Badekappe, die Regine Strehlow-Lorenz mit hunderten bunter Stecknadeln in einen abstruses Igel-Gebilde verwandelt hat. (Internet: www.diegrosse.de) |
























































