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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Direktor: Kunstwerke vom Käferbefall im Bode-Museum nicht betroffen PDF Drucken E-Mail
Montag, 11. Februar 2008 um 17:23 Uhr

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Von dem Käferbefall, der bereits im Dezember entdeckt worden sei, seien nur die Parkettfußböden betroffen. «In altes Holz geht dieser Typ Käfer nicht hinein», sagte Direktor Bernd Lindemann am Montag vor Journalisten.

Bis Ende April soll die Schädlingsbekämpfung abgeschlossen sein. Die Kosten trage die Versicherung der Firma, die das Parkett während der Sanierungsarbeiten in dem Museum verlegt hatte. Diese übernehme auch die Einnahmeausfälle. «Auf den Steuerzahler kommen keine Kosten zu», betonte Lindemann.

Bis zur Beendigung der Schädlingsbekämpfung werden gut zwei Drittel des ersten Obergeschosses des Museums für Besucher gesperrt sein. Davon betroffen sind die barocke und die italienische Sammlung, das Münzkabinett sowie die Mittelaltersammlung. Das Hauptgeschoss mit Basilika, das Café sowie der Buchshop bleiben hingegen weiter geöffnet. Das Bode-Museum war erst im Oktober 2006 nach jahrelanger Sanierung wiedereröffnet worden. Die Verjüngungskur des wilhelminischen Prachtbaus kostete rund 162 Millionen Euro.

Der Käferbefall war bei Routinekontrollen festgestellt worden. Bei dem Schädling handele es sich um den sogenannten Lyctus-Käfer, auch Parkettkäfer genannt, der sich vorzugsweise durch Eichenholz frisst. Von dem Befall seien gut 5 bis 10 Prozent der insgesamt 1100 Quadratmeter Parkettböden des Museums betroffen. «Der Befall ist zum Teil nur punktuell, auf etwa ein bis zwei Quadratmetern pro Raum», betonte Lindemann. Die Böden würden jetzt mit Mikrowellen behandelt. Die Kunstwerke in den betroffenen Räumen schütze man mit Stickstoffzelten.

Damit sei sichergestellt, dass die Schädlinge vernichtet werden und ein Befall der wertvollen Exponate ausgeschlossen ist. Die Schädlingsbekämpfung durch die Mikrowellen, bei der mit Mikrowellen- Antennen wie mit einem Rasenmäher über das Parkett gefahren wird, hätten keine Auswirkungen auf die Ausstellungstücke. Durch die Mikrowellen werde das Parkettholz im Innern auf bis zu 60 Grad erhitzt und der Käfer vernichtet.

Die Parkettfirma habe, nachdem der Schädling entdeckt worden war, sehr kooperativ und seriös gehandelt. «Es ist ein Unglücksfall und keine Fahrlässigkeit», betonte Lindemann. Alle Kunstwerke im Museum würden generell jede Woche von Experten auf Schädlingsbefall untersucht. Derzeit sei sicher, dass noch keines der Exponate vom Käfer befallen wurde.


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