| Karlsruher «art»-Kurator Schrade: Krise der Kunstmessen hausgemacht |
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| Montag, 25. Februar 2008 um 07:09 Uhr | ||
«Das waren spezielle Probleme der jeweiligen Messen», sagte Schrade, der vor vier Jahren in Karlsruhe die dortige «art» ins Leben gerufen hatte. Grund für das jüngste Beben im Kunstmesse-Markt mit den Absagen der duesseldorf contemporary, des Art-Cologne-Ablegers auf Mallorca und der «Fine Art Fair» 2008 in Frankfurt seien vor allem Planungsfehler und interne Reibereien gewesen. «Es handelt sich nicht um einen Erdrutsch», zeigte sich Schrade wenige Tage vor der Eröffnung der «art Karlsruhe 2008» sicher.
Er habe sich bei der «art» in der Fächerstadt stets auf den Kunsthandel als Kerngeschäft konzentriert. Dies sei bei anderen deutschen Messen nicht immer der Fall gewesen: «Die Macher haben zu sehr auf das Wetteifern mit den großen Namen in Berlin und Venedig gesetzt», sagte Schrade. Das frühe Aus für die Messen in Düsseldorf und Frankfurt zeige, «dass man mit Geld nicht alles machen kann, auch wenn man hohe Summen in das Projekt steckt». Karlsruhe sei von dem Messensterben nicht berührt: «Wir begeben uns nicht in filialistische Abenteuer», sagt Schrade. «Vielmehr setze ich auf Kontinuität und ein klares Konzept.» Die art stehe «wie ein Bollwerk im Markt». Nach wie vor sieht Schrade Platz für Kunstmessen auf dem deutschen Markt. «Sie dürfen allerdings nicht zu avantgardistisch angelegt sein, müssen sich dem Kalender anpassen und eine möglichst große Zielgruppe im Auge haben. «Außerdem müssen wir in Deutschland ergänzende Messen aufbauen und nicht konkurrierende Messen», forderte Schrade. Ziel müsse es sein, als Vertreter der Kunst gemeinsam aufzutreten und nicht gegeneinander. Bei der fünften Auflage der «art Karlsruhe» hofft Schrade in diesem Jahr, die Zahl von 35 000 Besuchern aus dem Vorjahr zu erreichen oder noch zuzulegen. «Wir haben in Karlsruhe einen hohen Status aufgebaut», sagte Schrade. Insgesamt werden vom 28. Februar bis 2. März 2008 mehr als 180 Aussteller aus 13 Ländern ihr Angebot zur Klassischen Moderne und zeitgenössischen Kunst präsentieren - von preiswerteren Werken bis hin zu Pablo Picasso, über moderne Klassiker wie Gerhard Richter bis zu unmittelbaren Gegenwartskünstlern wie Dirk und Maik Löbbert. Geplant sind zudem 18 Skulpturenplätze in Hallen sowie rund 200 One- Artist-Shows. Erstmals werden bei der «art» zwei Preise ausgelobt: Den Hans Platschek-Preis für Kunst und Schrift erhält der Lyriker und Cartoonist F. W. Bernstein, zudem wird der art KARLSRUHE- Preis des Landes und der Stadt an die beste One-Artist-Show vergeben. (Internet: www.art-karlsruhe.de; www.und-1.de) |
























































