| Staeck: Künstler haben noch immer «ein Wort mitzureden» |
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| Dienstag, 26. Februar 2008 um 15:41 Uhr | ||
Geburtstag feiert. Er hatte im Frühjahr 2006 den überraschend zurückgetretenen Adolf Muschg an der Spitze der Akademie abgelöst. Er habe mit seinen Plakaten («Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen») das Credo der 68er «Rebellen» ernst genommen nach dem Motto «Kunst auf die Straße!», betonte Staeck. Kunst und Politik und gesellschaftliche Verhältnisse könne man nicht trennen. «Die meisten Plakate habe ich über Umweltthemen gemacht, auch schon zu einer Zeit, als mich viele Menschen dafür auslachten. Das hat keiner ernst genommen damals.» Der Künstler gelte in Deutschland ganz allgemein nicht sehr viel. Dabei trage er auch eine große Verantwortung in einer Zeit, in der auch Intellektuelle offenbar wieder anfällig würden «für seltsame Strömungen bis hin zum Sektierertum». Außerdem gelte es auch Widerstand zu leisten gegen eine «Spaßgesellschaft bis zum Umfallen oder bis zur gezielt eingesetzten Unappetitlichkeit wie den Dschungelshows im Fernsehen». Er habe nichts gegen Unterhaltung, «aber gegen Verblödung eine ganze Menge». Dagegen habe er ein Leben lang angekämpft, «mit im besten Sinne auch populärer Kunst mit Anspruch», die ja eine große Tradition habe, wie der jetzige Ansturm auf die Zille-Ausstellung in der Berliner Akademie zeige. Er sei nun einmal «ein Praktiker der Kunst mit dem verwegenen Glauben an die Vernunft, ohne verbohrt oder ideologisch zu sein», meinte Staeck. «Ein Gesinnungstäter bin ich nicht, ich kann auch immer nur in Alternativen denken. Und ich weiß auch, wo ich hingehöre, obwohl ich für die SPD nie pflegeleicht war.» Wer Politiker «nur beschimpft, gefährdet die Demokratie, sie ist doch unser Standbein», meinte Staeck. «Aber Solidarität ist keine Einbahnstraße. Meine Grundregel ist Solidarität mit den Schwachen auch als christliches Motiv.» Er sei zwar immer ein Einzelkämpfer in der Kunst gewesen, «aber für Aktionen braucht man auch Partner». Gespräch: Wilfried Mommert, dpa |
























































