| Aus engem Kontakt zu Künstlern wertvolle Sammlung geformt Von Wolfgang Heumer, dpa |
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| Dienstag, 26. Februar 2008 um 15:42 Uhr | ||
Mit dem neuen und vom Land Bremen mit mehr als zwei Millionen Euro finanzierten Museum will der Kunstverein zusätzliche kulturelle Akzente in der Stadt setzen. «Bremerhaven besitzt in der Kunstszene bereits einen exzellenten Ruf», sagt Klaus Becké, einer von fünf ehrenamtlichen Kuratoren des Vereins. In den Wechselausstellungen des Kabinetts für aktuelle Kunst und der kleinen Kunsthalle neben dem neuen Museum wurden Künstler wie Gerhard Richter, Candida Höfer oder Tatjana Doll gezeigt manche von ihnen erhielten hier ihre erste öffentliche Ausstellung. Dass der 1886 gegründete Verein bereits seit 1909 eine umfassende Sammlung von Kunstwerken angelegt hatte, blieb der Öffentlichkeit seit dem Kriegsende weitgehend verborgen. Sowohl der Ursprung die gestiftete Privatsammlung einer Bremer Kaufmannsfamilie als auch die später zugekauften Werke beispielsweise von «Worpswedern» wie Otto Modernsohn und Heinrich Vogeler und anderen regionalen Künstlern verschwanden mangels Ausstellungsmöglichkeit in den Archiven des Kunstvereins. Nicht anders erging es den Werken der heute angesagten Künstler, die seit dem Ende der 60er Jahre unter der Ägide des heutigen Vereinsvorsitzenden Wesseler angeschafft wurden. Ob Klaus Staudt, Ulrich Rückriem, Stephan Balkenhol, Ilja Kabakov, Hamish Fulton oder Norbert Schwontkowski: «Sie alle haben eine persönliche Beziehung zu Bremerhaven», sagt Wesseler. Manche arbeiteten als Stipendiaten in der Stadt; andere zeigten hier erstmals ihre Arbeiten; die meisten sind mit den Aktiven des Kunstvereins bekannt oder befreundet. Dies soll sich ab Sonntag auch in dem Kunstmuseum widerspiegeln. Viele der 17 Räume wurden in enger Abstimmung mit den Künstlern gestaltet; mancher von ihnen stiftete aus Begeisterung für das Projekt weitere Arbeiten zu den vorhandenen Werken. Die Sammlung schlägt dabei einen Bogen von den Anfängen mit Modersohn und Vogeler bis zu ganzen Werkgruppen beispielsweise von Hamish Fulton oder Henk Visch. Welches Werk von welchem Künstler stammt, erschließt sich bei einem Rundgang derzeit nur dem Kenner. Mit Rücksicht auf die Wirkung der Kunstwerke will der Verein die Beschriftungen so minimalistisch wie möglich halten. Ob die Führungen, die das Museum mittwochs und samstags anbieten will, für die Orientierung hilfreich sein werden, ist für Wesseler aus seiner langjährigen Kunstsammlererfahrung allerdings offen: «Die Leute wollen immer etwas verstehen. Aber manchmal gibt es einfach nichts zu verstehen.» (Das Kunstmuseum Bremerhaven ist dienstags bis freitags von 11 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet) (www.kunstverein-bremerhaven.de) |
























































