| Sammler will Werke Kiefers in neuem Mannheimer Privatmuseum zeigen |
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| Donnerstag, 28. Februar 2008 um 17:32 Uhr | ||
Nach Angaben der Stadt werden die Bilder Kiefers künftig an mehreren Tagen der Woche in einem alten Fabrikgebäude in Mannheim der Öffentlichkeit gezeigt. Der Mäzen, der als einer der größten Kiefer-Sammler in Deutschland gilt, habe das sogenannte «Schildkröt»-Gelände des gleichnamigen Unternehmens bereits gekauft, bestätigte ein Sprecher von Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des «Mannheimer Morgen».
Das Museum soll von der Bonner Stiftung für Kunst und Kultur betrieben werden. Nach Schätzungen der Stadt kommen auf Mannheim nach einer Anschubfinanzierung in diesem Jahr weitere Kosten von jährlich 80 000 Euro von 2009 an zu. Während die Stadt die laufenden Betriebskosten für Energie und Wasser übernehmen will, plane das Land, einen Teil der Umbaukosten zu tragen. Entsprechende Verhandlungen in den Ministerien liefen derzeit, hieß es. «Für Mannheim wird das ein Kunstmagnet», zeigte sich der Leiter des OB-Büros, Siegfried Raatz, überzeugt. Er hoffe, dass sich die Popularität von Gegenwartskünstler Kiefer auch auf die anderen Mannheimer Museen auswirke. Der 1945 in Donaueschingen geborene Kiefer gehört zu den erfolgreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Er ist vor allem durch seine oft düsteren Materialbilder bekannt. In ihnen setzt er sich intensiv mit der deutschen Vergangenheit auseinander und berührt immer wieder gesellschaftliche Tabu- und Reizthemen der jüngeren Geschichte wie die NS-Herrschaft. Die Firma Schildkröt ist populär für ihre Puppenproduktion und wurde 1873 in Mannheim gegründet. Der frühere Sitz der Firma war in Mannheim-Neckarau, seit 1993 ist Schildkröt im thüringischen Rauenstein ansässig. |
























































