| Führungswechsel beim Guggenheim-Museum - Direktor tritt zurück |
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| Donnerstag, 28. Februar 2008 um 17:36 Uhr | ||
Der ebenso kreative wie umstrittene Stiftungsdirektor Thomas Krens tritt nach jahrelangen internen Spannungen zurück. Er will seine Aufgaben nur noch wahrnehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Der 61-Jährige bleibe der Stiftung aber weiter als Berater für internationale Angelegenheiten und das Guggenheim-Museum in Abu Dhabi verbunden, teilte der Vorstandsvorsitzende William Mack am Donnerstag in New York mit.
Krens hatte sich vor drei Jahren in einem Machtkampf mit dem bis dahin größten Spender des Museums überworfen. Der Kunstmäzen Peter B. Lewis, der der Stiftung laut «New York Times» die Rekordsumme von 77 Millionen Dollar (rund 50 Millionen Euro) hatte zukommen lassen, zog sich daraufhin zurück. Noch im selben Jahr musste Krens die Zuständigkeit für das Flaggschiff der Stiftung, den spiralförmigen Museumsbau an der New Yorker Fifth Avenue, an seine damalige Stellvertreterin abgeben. Der Kunstexperte gilt als schwierig und eigenwillig. Dennoch hat er der Stiftung durch die Gründung neuer Projekte etwa in Berlin, Venedig, Bilbao und Las Vegas zusätzliches internationales Ansehen verschafft. Im Deutschen Guggenheim, einem Joint Venture von Deutscher Bank und Guggenheim Stiftung, werden seit 1997 hochkarätige Ausstellungen gezeigt. In Abu Dhabi, für das Krens weiter zuständig ist, soll die größte Galerie für moderne Kunst in den arabischen Emiraten entstehen. Die Eröffnung des von Stararchitekt Frank Gehry geplanten Baus ist für 2012 vorgesehen. Insgesamt hat sich der Mitteilung zufolge unter Krens' Ägide das Stiftungsvermögen auf fast 120 Millionen Dollar (80 Millionen Euro) versechsfacht, die angesehene Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst ist um 60 Prozent gewachsen. Kritiker wie der frühere Mäzen Lewis warfen dem Direktor aber vor, sich auf Kosten des Stammhauses international zu verzetteln. Die Stiftung wurde 1937 von dem US-Industriellen und Kunstsammler Solomon R. Guggenheim gegründet, der das Verständnis für moderne Kunst fördern wollte. Zwei Jahre später öffnete das Guggenheim-Museum, das seine umfangreiche Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich machte. |
























































