| Berlin zeigt Emil Noldes «Südseereise 1913/14» |
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| Donnerstag, 31. Januar 2008 um 17:50 Uhr | ||
Am Bahnhof Zoo startete die Reise, die Nolde als «ethnographischer Zeichner» begleitete. Ziel der Expedition sei es gewesen, die Ursache von Epidemien und der hohen Sterblichkeitsrate der einheimischen Bevölkerung in den damaligen deutschen Kolonien zu erforschen, erklärte der Direktor der Nolde Stiftung Seebüll, Manfred Reuther, am Donnerstag in Berlin. Neben 21 berühmten Gemälden wie «Tropensonne», «Familie» oder «Krokusblüte» zeige die Ausstellung auch rund 60 Aquarelle und Zeichnungen. Diese seien während der Reise auf sibirischen Bahnhöfen, in Japan, China sowie in Neuguinea selbst entstanden, sagte Reuther. Daneben sind auch die schlanken Holzfiguren ausgestellt, die Nolde während der langen Schiffspassagen aus sogenanntem Küchenholz schnitzte. Nach fast einem Jahr kehrten Nolde und seine Frau wieder nach Berlin zurück. Anders als seine Künstler-Kollegen Paul Gauguin oder Max Pechstein habe Nolde nie davon geträumt, sich auf Dauer in der Südsee niederzulassen, sagte Reuther. Die Berliner Dependance der Nolde Stiftung Seebüll (Kreis Nordfriesland) wurde im September 2007 in einem ehemaligen Bankgebäude unweit vom Gendarmenmarkt eröffnet. Seither besuchten 15 000 Menschen die Ausstellungsräume. Mit Berlin war Nolde durch seine Biografie und sein künstlerisches Werk eng verbunden. Von 1905 an verbrachte er die Wintermonate meistens in Berlin, wo er sich in Varietés und Theatern für seine Malkunst inspirieren ließ. «Emil Nolde - Die Südseereise 1913/14» ist bis zum 18. Mai zu besichtigen. Im Sommer (1. Juni bis 31. August) plant das Berliner Museum die Schau «Mein Wunderland von Meer zu Meer - Landschaften, Blumen, Meere». Im Herbst (12. September bis 18. Januar 2009) folgt eine Ausstellung mit von Nolde geschaffenen Porträts und Bildnissen. (Das Nolde-Museum Berlin befindet sich in der Jägerstraße 55 in Berlin-Mitte. Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 19 Uhr. Preise: Erwachsene 6,00 Euro, Schüler/Studenten 4,00 Euro.) (Internet: www.nolde-stiftung.de) |
























































