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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Berlin zeigt Emil Noldes «Südseereise 1913/14» PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 31. Januar 2008 um 17:50 Uhr

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Berlin/Seebüll (dpa/lno) - Ferne Strände, fremde Menschen und unerforschte Natur: Das Berliner Nolde-Museum zeigt von Freitag an mehr als 100 Werke, die der Maler während und nach seiner «Südseereise 1913/14» geschaffen hat. Emil Nolde (1867-1956) und seine Frau Ada waren Teilnehmer der vom Reichskolonialamt Berlin initiierten «Medizinisch-demographischen Deutsch-Neuguinea- Expedition».

Am Bahnhof Zoo startete die Reise, die Nolde als «ethnographischer Zeichner» begleitete. Ziel der Expedition sei es gewesen, die Ursache von Epidemien und der hohen Sterblichkeitsrate der einheimischen Bevölkerung in den damaligen deutschen Kolonien zu erforschen, erklärte der Direktor der Nolde Stiftung Seebüll, Manfred Reuther, am Donnerstag in Berlin.

Neben 21 berühmten Gemälden wie «Tropensonne», «Familie» oder «Krokusblüte» zeige die Ausstellung auch rund 60 Aquarelle und Zeichnungen. Diese seien während der Reise auf sibirischen Bahnhöfen, in Japan, China sowie in Neuguinea selbst entstanden, sagte Reuther.
Daneben sind auch die schlanken Holzfiguren ausgestellt, die Nolde während der langen Schiffspassagen aus sogenanntem Küchenholz schnitzte.

Nach fast einem Jahr kehrten Nolde und seine Frau wieder nach Berlin zurück. Anders als seine Künstler-Kollegen Paul Gauguin oder Max Pechstein habe Nolde nie davon geträumt, sich auf Dauer in der Südsee niederzulassen, sagte Reuther.

Die Berliner Dependance der Nolde Stiftung Seebüll (Kreis
Nordfriesland) wurde im September 2007 in einem ehemaligen Bankgebäude unweit vom Gendarmenmarkt eröffnet. Seither besuchten
15 000 Menschen die Ausstellungsräume. Mit Berlin war Nolde durch seine Biografie und sein künstlerisches Werk eng verbunden. Von 1905 an verbrachte er die Wintermonate meistens in Berlin, wo er sich in Varietés und Theatern für seine Malkunst inspirieren ließ.

«Emil Nolde - Die Südseereise 1913/14» ist bis zum 18. Mai zu besichtigen. Im Sommer (1. Juni bis 31. August) plant das Berliner Museum die Schau «Mein Wunderland von Meer zu Meer - Landschaften, Blumen, Meere». Im Herbst (12. September bis 18. Januar 2009) folgt eine Ausstellung mit von Nolde geschaffenen Porträts und Bildnissen.

(Das Nolde-Museum Berlin befindet sich in der Jägerstraße 55 in Berlin-Mitte. Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 19 Uhr. Preise:
Erwachsene 6,00 Euro, Schüler/Studenten 4,00 Euro.)

(Internet: www.nolde-stiftung.de)

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