| Russlands Kulturminister verteidigt Entlassung des Kunstexperten |
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| Mittwoch, 02. Juli 2008 um 07:07 Uhr | ||
Es gehe nicht um einen Zwist zwischen Vertretern der klassischen und der Gegenwartskunst, sagte der Minister laut der Agentur Interfax am Dienstag. «Dies ist ein rein dienstlicher Konflikt», betonte Awdejew. Museumsleiter Walentin Rodionow habe das Recht, undisziplinierte Mitarbeiter zu entlassen. Jerofejew hingegen warf den Kulturbehörden vor, sich aus «konservativem Denken heraus der Gegenwartskunst und einer Modernisierung der Tretjakow zu verschließen». Rodionow hatte nicht ausgeschlossen, dass die von Jerofejew viele Jahre geleitete Abteilung für aktuelle russische Gegenwartskunst geschlossen werden könne. Jerofejew und seine Anhänger, darunter auch zahlreiche Menschenrechtler, hatten dem staatlichen Museum «Zensurversuche» vorgeworfen. Museen sollten Künstler vorstellen, Debatten anstoßen und nicht - wie zu Sowjetzeiten - den Geschmack der Beamtenschaft mit Auftragskunst bedienen, sagte Jerofejew. Es handele sich nicht um einen persönlichen Streit mit dem Direktor, sondern tatsächlich um einen Konflikt der Generationen und Traditionen. Der Kurator hatte zum Beispiel eine Fotomontage mit zwei sich küssenden Polizisten in einem Birkenwald der sibirischen Künstlergruppe «Blue Noses» in die Sammlung aufgenommen. |
























































