| Zivilprozess um Ikonen-Flügeltür - Zypriotische Raubkunst? |
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| Donnerstag, 03. Juli 2008 um 07:05 Uhr | ||
Die Griechisch-Orthodoxe Kirche Zyperns fordert vom Kreuzritterorden der Templer die Herausgabe einer Ikonen-Flügeltür. Das Kunstwerk sei in den Wirren der Besetzung Nordzyperns durch die Türken im Jahr 1974 aus ihrer Kirche in Piyi im Bezirk Famagusta gestohlen worden, sagen die Kläger. Der Templerorden hatte die Flügeltür in seinen Altar eingebaut, wo sie bei einer Hausdurchsuchung 1998 sichergestellt wurde. Die Ikone mit den Erzengeln Michael und Gabriel ist nur ein kleiner Teil von Kunstschätzen, die in Nordzypern entwendet und außer Landes gebracht worden sein sollen. In einem früheren Prozess hat das Oberlandesgericht München 2004 der Forderung auf Rückgabe von Raubkunst teilweise nicht entsprochen. Diese Kunstwerke lagern seit etwa zehn Jahren in der Asservatenkammer des Bayerischen Landeskriminalamtes. Die Flügeltür ist nach dem Bericht der Vorsitzenden Richterin 1984 vom Kunsthaus Sothebys in London zur Versteigerung angeboten und im Wege des Nachverkaufs von einem inzwischen verstorbenen Briten erworben worden, der sie an den Templerorden weiterveräußerte. Der Orden macht geltend, die Ikone sei nicht identisch mit der in Piyi verschwundenen Tür. Im übrigen habe man das Kunstwerk gutgläubig angekauft und damit das Eigentum daran erworben. Nach der Beurteilung von zwei Sachverständigen dürfte die sogenannte Königstür aus einer der Erzengelkirchen im türkisch besetzten Teil Zyperns stammen. Der Prozess dauert an. |
























































