| Platzeck würdigt Lebenswerk des Bildhauers Werner Stötzer |
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| Montag, 07. Juli 2008 um 06:52 Uhr | ||
Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) übergab dem 77-Jährigen die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung am Samstag beim Festakt zur Verleihung des Brandenburgischen Kunstpreises in Neuhardenberg, teilte die Staatskanzlei mit. Damit ehre das Land die «herausragende Lebensleistung eines Künstlers, der ohne Zweifel seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Bildhauern Deutschlands zählt», hieß es in der Laudatio. Der in Thüringen geborene Stötzer lebt in Werbig (Märkisch-Oderland) im Oderbruch. Er gehöre «zu den wenigen zeitgenössischen Bildhauern, die die Form nur nach einer Ideenskizze aus dem Block schlagen», sagte Platzeck. Platzeck würdigte Stötzer als einen Künstler «mit der Vision einer gerechten Gesellschaft», die er selbst lebe. Diese Vision haben vielfältigen Ausdruck gefunden, so in den Reliefs der Bronzetür für das Kloster "Unser Lieben Frauen" in Magdeburg. «Den eigenen Weg zu finden und zu gehen, in einer Zeit, in der die DDR-Führung die Kunst oftmals instrumentalisierte, war gewiss nicht einfach. Mit seinen Werken hat er seine künstlerische Unabhängigkeit unter Beweis gestellt.» Der Brandenburgische Kunstpreis der «Märkischen Oderzeitung» wurde in diesem Jahr erstmals gleichberechtigt in den Sparten Malerei, Grafik und Plastik vergeben. Den Preis für Malerei erhält die in Panketal (Barnim) lebende Künstlerin Hannelore Teusch. Kathrin Harder aus Eichwalde (Dahme-Spreewald) wird mit dem Grafik-Preis geehrt. Als Preisträger in der Kategorie Plastik hat die Jury den Bildhauer Jannulis Tembridis ausgewählt, der in Lebus (Märkisch-Oderland) lebt und arbeitet. Die Preise sind mit jeweils 2000 Euro dotiert. Im Kavaliershaus Ost, der Ausstellungshalle der Stiftung, sind vom 6. Juli bis 3. August (dienstags bis sonntags, 11.00 bis 19.00 Uhr) Werke der Preisträger und weiterer 80 Künstler aus Brandenburg zu sehen. In der Burg Beeskow gibt es überdies eine weitere Gelegenheit, sich mit den Werken Stötzers auseinanderzusetzen: Werner Stötzer & Gerhard Wienckowski: Malerei - Grafik - Plastik. Die Ausstellung endet am 17. August.
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