| Erfolg mit Alten Meistern - Millionen für wiederentdeckten Frans Hals |
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| Freitag, 11. Juli 2008 um 06:53 Uhr | ||
Der Zuschlag für das kürzlich wiederentdeckte «Porträt von Willem van Heythuysen» des holländischen Meisters Frans Hals (1580-1666) fiel am Mittwochabend in London bei knapp 7,1 Millionen Pfund (8,9 Millionen Euro). Insgesamt erzielte Sotheby's für Werke von 19 Alten Meistern - darunter auch Jan Brueghel der Ältere, Tintoretto und Aert van der Neer, knapp 51,5 Millionen Pfund - das insgesamt zweithöchste Ergebnis des Auktionshauses für Künstler dieser Epoche. Der zweithöchste Preis der Sotheby's-Auktion wurde für das Gemälde «Pope on the Thames at Twickenham» des englischen Malers William Turner (1775-1851) erzielt. Die Ansicht der Villa des englischen Dichters Alexander Pope an der Themse wurde für 5,4 Millionen Pfund und damit im Rahmen der Schätzung versteigert. «Die Ergebnisse sind deutlicher Beweis für die gegenwärtige Stärke des Marktes und zugleich für die außerordentliche Qualität der angebotenen Werke», sagte Alex Bell, Chef der Abteilung Alte Meister bei Sotheby's. Dazu gehörten auch Werke aus der Sammlung des 2002 gestorbenen deutschen Industriellen und Philanthropen Gustav Rau, die für insgesamt 6,2 Millionen Pfund versteigert wurden; Rau hatte die Sammlung im Wert von mehreren hundert Millionen Euro dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) vermacht. Herausragende versteigerte Lose aus der Rau-Sammlung waren ein Triptychon von Taddeo di Bartolo (1,9 Millionen Pfund) und Tintorettos «Porträt eines älteren bärtigen Mannes» (1,6 Millionen Pfund). Eine UNICEF-Sprecherin sagte in Köln, die Entscheidung zum Verkauf der Werke habe der Nachlasspfleger Ernst Haug aus Konstanz getroffen. So weit sie informiert sei, diene der Erlös der Nachlasspflege und der Unterstützung eines von Rau gegründeten Krankenhauses im Kongo. Die Rau-Kollektion ist Gegenstand eines juristischen Tauziehens zwischen UNICEF und einigen Stiftungen und Privatleuten, die ebenfalls Anspruch darauf erheben. Bereits am Dienstag war bei Christie's einem anonym gebliebenen Bieter bei knapp 12,4 Millionen Pfund (15,5 Millionen Euro) der Zuschlag für das Gemälde «La Surprise» des französischen Künstlers Jean-Antoine Watteau (1684-1721) erteilt worden. Das Werk galt fast 200 Jahre lang als zerstört, ehe es Watteau-Kenner im vergangenen Jahr an einer Wand eines englischen Landhauses ausmachten. Der Schätzpreis war mit fünf Millionen Pfund deutlich geringer als die Hälfte der tatsächlich erreichten Summe. Für drei lange Zeit verschollene Zeichnungen des spanischen Malers und Grafikers Francisco de Goya (1746-1828) zahlten Bieter bei Christie's insgesamt vier Millionen Pfund - das Doppelte der Schätzsumme. Dabei wurden allein für die Zeichnung «Bajar rinendo» fast 2,3 Millionen Pfund und damit ein Auktionsrekord für Goya- Zeichnungen auf Papier erzielt. Alle drei Blätter waren zufällig in einer Schweizer Privatsammlung entdeckt worden, deren Besitzer sie nicht zuordnen konnte. |
























































