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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Ein Blick in den Abgrund: Neues Surrealismus-Museum in Berlin PDF Drucken E-Mail
Freitag, 11. Juli 2008 um 06:54 Uhr

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Von den Vorläufern mit Giovanni Battista Piranesis düsteren «Kerkerbildern» über Goyas «Traum der Vernunft» aus dem 18. Jahrhundert bis zu Paul Klee, Salvador Dalí und René Magritte - mehr als 250 Werke aus den Sammlungen des Unternehmers Otto Gerstenberg und seines Enkels Dieter Scharf führen im einstigen Ägyptischen Museum in seelische Abgründe und Fantasiewelten, die sich in das Bildgedächtnis des 20. Jahrhunderts eingeprägt haben - die Ausstellungsmacher sprechen denn auch von einer «Dunkelkammer der Moderne».

Die zunächst auf zehn Jahre befristete Leihgabe «Surreale Welten» der Nachfahren von Scharf und Gerstenberg steht im Kontrast zu dem Optimismus ausstrahlenden Museum Berggruen auf der anderen Straßenseite, das vor allem mit Werken von Pablo Picasso die Sonnenseite der Neuzeit beleuchtet. Mit beiden Häusern im östlichen und westlichen Stülerbau sowie dem Jugendstil-Museum Bröhan in unmittelbarerer Nachbarschaft ist nun am Schloss Charlottenburg dank der Privatsammler ein «Quartier der Klassischen Moderne» entstanden, wie der Generaldirektor der Staatlichen Museen Berlin, Peter-Klaus Schuster, am Donnerstag sagte.

Dort, wo bis vor zwei Jahren die Büste von Königin Nofretete jedes Jahr Zehntausende anlockte, sind jetzt Abgründe und Utopien zu besichtigen: Goyas Geschöpfe - halb Tier, halb Mensch-, Eduard Manets Abstecher in die Welt der Angstträume mit sein Pinselzeichnungen zu Edgar Allan Poes «The Raven» oder Max Klingers «Phantasie über einen gefunden Handschuh» zeichnen ein Psychogramm der Neuzeit. Sie lösen jenes Postulat André Bretons ein, wonach zur Kunst auch wesentlich das Unbewusste, Düstere, Verdrängte gehört. Mit dem 1924 veröffentlichen Manifest, in dem Breton den Surrealismus als «rein psychischen Automatismus» ohne jede Kontrolle durch die Vernunft definierte, gab der Dichter der Bewegung ihr theoretisches Fundament.

Mit der Collage-Technik, wie etwa bei Jean Dubuffets Menschen und Masken, der Burgromatik Victor Hugos, den schwebenden Gestalten Odilon Redons oder den Objektfragmenten Giorgio de Chiricos wird Realität zerlegt und die Einzelteile zu einem neuen Kosmos zusammengefügt. Der Betrachter wird zu einer befreienden Wahrnehmung der Welt herausgefordert. Und auch das Kino wurde vom Surrealismus ergriffen. Auf Initiative von Kurator Dieter Scholz sollen Klassiker wie Luis Bunuels «Andalusischer Hund» im Museumskino gezeigt werden.

Die Faszination der Sammlung geht auch von dem für 10 Millionen Euro umgebauten Museumsraum aus. Der Architekt Gregor Sunder-Plasmann hat den östlichen Stülerbau und den dahinter liegenden Marstall durch einen Flügel ergänzt, die Spuren des alten Ägyptischen Museums aber belassen. Sichtbares Zeichen ist das Kalabscha Tor mitten im Hauptraum, das sich mit seinen Hieroglyphen wie selbstverständlich in das Bild fügt, doch in ein paar Jahren in das umgebaute Pergamonmuseum auf der Museumsinsel verlegt soll.

Mit der Leihgabe, die auch nach Ablauf der Zehn-Jahres-Frist verlängert werden soll, habe sie einen Wunsch ihres Vaters nach einer öffentlichen Präsentation der Sammlung erfüllt, sagte Julietta Scharf. Nach Verhandlungen mit der damaligen Kulturstaatsministerin Christina Weiss hatten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Staatlichen Museen Berlins sich zur Übernahme der Kollektion bereit erklärt.

Der Schatz ist der Leidenschaft des Versicherungsmathematikers Otto Gerstenberg (1848-1935) zu verdanken, der die Volksversicheurng in Deutschland einführte und mit seinen Privatmitteln die Sammlung aufbaute. Ein Großteil von Gerstenbergs Besitz wurde nach dem Krieg als Beutekunst in die Sowjetunion gebracht, in die «Außenstelle der Stiftung Preußischer Kulturbesitz», wie ihr Präsident Hermann Parzinger sagte, und dort auch einmal in Moskau und St. Petersburg gezeigt. Sein Enkel Dieter Scharf (1926-2001) setzte die Sammlertätigkeit fort und erwarb zuletzt noch Werke von Man Ray und Salvador Dali.



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