| Bundespräsident eröffnet Expressionismus-Ausstellung in Murnau |
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| Freitag, 11. Juli 2008 um 06:57 Uhr | ||
Die Schau unter anderem mit Werken von Wassily Kandinsky ist der expressiven Malerei im Deutschland des beginnenden 20. Jahrhunderts gewidmet. Unter dem Titel «1908-2008 - Vor 100 Jahren - Kandinsky, Münter, Jawlensky, Werefkin in Murnau» rückt die Phase des künstlerischen Aufbruches jener Epoche bis hin zur gegenstandslosen Malerei in den Mittelpunkt. Die Exposition ist bis zum 9. November im Schlossmuseum der Gemeinde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu sehen. An der feierlichen Eröffnung nahm auch der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) teil. Anfang August 1908 reisten Kandinsky, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin aus München zu einem Malaufenthalt nach Murnau. In der Erholungslandschaft am Alpenrand schufen sie ausdrucksstarke Bilder, die nicht mehr dem Vorbild der Natur, sondern dem subjektiven Eindruck der Künstler folgten. Wenige Jahre später wurde daraus die berühmte Schule «Der Blaue Reiter». Der neue expressive Malstil schuf auf Grundformen reduzierte flächige Kompositionen, in denen alles Nebensächliche weggelassen wurde, wie bei der Vorbesichtigung der Ausstellung erläutert wurde. Leuchtende, ungemischte und kontrastreich gesetzte Farben hätten eine bis dahin noch nie gesehene Intensität und Steigerung des bildlichen Ausdrucks bewirkt. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden Bilder von Kandinsky, Münter, Jawlensky und Werefkin. Es werden aber auch Werke von deren französischen Vorbildern gezeigt. Für die Schau wurden Exponate aus europäischen Museen und aus Privatbesitz zusammengetragen. Kandinsky und seine Malerfreunde hätten Murnau zu einem Ort gemacht, an dem sich Kunst und Landschaft aufs Wunderbarste verbinden, sagte Köhler bei der Eröffnung am Abend. «Kunst und Kultur in Deutschland - das sind nicht allein Glanzlichter wie die Berliner Museumsinsel, die Regensburger Domspatzen, die Bayreuther Festspiele und die Berlinale», sagte Köhler laut vorab verbreitetem Redetext. Die Kultur in Deutschland werde wesentlich auch durch die großen und kleinen Theater, Bibliotheken, Konzert- und Opernhäuser und natürlich die vielen Museen bestimmt. Nach Überzeugung von Beckstein sind die gezeigten Gemälde ein Beispiel für die vielfältigen künstlerischen Verbindungslinien zwischen Russland und Bayern. Die Ausstellung beweise, dass «das Leben mehr ausmacht als nur das Überleben, dass es nicht nur die harten Standortfaktoren sind, die für das Wohlergehen der Menschen wichtig sind». Die Menschen bräuchten auch Kunst und Kultur, sagte Beckstein laut ebenfalls vorab von der Staatskanzlei in München verbreitetem Redemanuskript. (Internet: www.schlossmuseum-murnau.de) |
























































