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Samstag, 26. Juli 2008 um 09:59 Uhr |
Die Kunst von John Lennon Die Schau mit mehr als 150 grafischen Werken des 1980 von einem geistig verwirrten Attentäter in New York erschossenen Musikers der Beatles entstand in Zusammenarbeit mit der Sammlung seiner Witwe Yoko Ono. Die Ausstellung ist erstmals in Deutschland zu sehen. Sie kann bis zum 21. August im Kongresshaus der Gemeinde besichtigt werden. Wie die Veranstalter bei der Vorbesichtigung am Mittwoch erläuterten, handeln die Motive von Menschen, Szenen und Begebenheiten aus Lennons Leben. Mit viel Witz, Ironie und manchmal einem sarkastischen Blick auf seine Umwelt spiegelten sie Lennons Gefühle wider. Oft habe der Künstler seine Zeichnungen mit poetischen Texten oder Nonsense-Literatur kombiniert und lade damit den Besucher zum Schmunzeln ebenso wie zum Nachdenken ein, beschrieben die Organisatoren die Schau. Die Entstehungszeit der Exponate reicht von 1968 bis zu Lennons Tod am 8. Dezember 1980. Viele Arbeiten stammen aus dem Buch «Real Love», das im Dakota Building - Lennons New Yorker Wohnsitz - entstand. «Kunst war Johns erste Liebe», erinnerten die Veranstalter bei der Präsentation der Ausstellung. Schon bevor er ein Beatle wurde, sei er Poet und Künstler gewesen. «Er begann zu zeichnen, bevor er eine Gitarre besaß.» Lennon studierte von 1957 bis 1960 am College of Art in Liverpool, schrieb und illustrierte unter einem Pseudonym kleine humorvolle Geschichten für diverse Magazine, veröffentlichte drei Bücher und gestaltete eigene Plattencover. 1968 begann John Lennon sich der grafischen Kunst zuzuwenden. Während vielen Menschen seine Musik für immer im Gedächtnis ist, blieben Lennons Zeichnungen, Karikaturen und Illustrationen vergleichsweise unbekannt. Er bevorzugte die Linienzeichnung mit Feder, Bleistift oder japanischer Sumi-Tinte. Die Ausstellung wurde zuvor schon in Liverpool gezeigt, der Heimat der Beatles.
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