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Samstag, 26. Juli 2008 um 10:02 Uhr |
Grafikwerkstatt Dresden Bis zum 28. September sind in der Städtischen Galerie 126 Arbeiten von 69 Künstlern zu sehen, teilte Organisatoren am Donnerstag mit. Sie gehören zu jenen mehr als 600 Frauen und Männern, die in der Werkstatt eine künstlerische Heimat fanden. Die Einrichtung in der Elbestadt gehört zu den größten Grafikdruckereien Deutschlands. Ihre Arbeit schlägt sich in rund 20 000 Belegexemplaren nieder. Die Ausstellung wird am Abend eröffnet. Die Werkstatt war 1958 von jungen Künstlern aus Dresden gegründet worden und avancierte schon bald zum Treffpunkt und Arbeitsplatz vieler Grafiker. Mitte der 60er Jahre übernahmen professionelle Drucker ihre Leitung. «In fast familiärer Atmosphäre konnten die Künstler selbst Lithografien und Radierungen herstellen», hieß es. Frei von direkter staatlicher Einflussnahme habe hier eine ganze Künstlergeneration ihre druckgrafischen Werke angefertigt. Die Werkstatt wurde aber auch schon vor der Wende mit staatlichen Geldern finanziert. Die Jubiläums-Schau will in grafischen Blättern den «Wandel der künstlerischer Bildsprachen und Themen sowie die drucktechnische Entwicklung einer ganzen Kunstepoche» widerspiegeln. Bei den frühen Arbeiten der Sammlung handelt es sich um kleinformatige Steindrucke, in denen figürliche und abstrakte Impulse der Vorkriegsjahre aufgegriffen wurden. Aus den 80er Jahren stammen viele stark farbige Offset-Lithografien in großen Formaten, die durch neue industrielle Verfahren möglich wurden. Fortan experimentierten die Künstler mehr mit einzelnen Techniken. (Internet: www.dresden.de/grafikwerkstatt)
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