Havelländische Malerkolonie Sie hatten dort Anfang des 20. Jahrhundert gewirkt. Kulturstaatssekretär Johann Komusiewicz und Europa-Staatssekretär Gerd Harms betonten bei der feierlichen Eröffnung, das Museum im ehemaligen Kossätenhaus sei ein Gewinn für die brandenburgische Museumslandschaft. Laut Mitteilung sagte Komusiewicz: «Es ist das Verdienst des Vereins "Havelländische Malerkolonie", die Geschichte der Künstler aufbereitet zu haben. Für die Region und darüber hinaus wird zum ersten Mal in umfassender Weise deutlich, wie viele bedeutende Maler in Ferch, Werder und anderen Orten der Gegend geboren wurden und hier lange Zeit gelebt und gearbeitet haben.» Die Havelländische Malerkolonie in Ferch zog Anfang des 20. Jahrhunderts namhafte Künstler aus Brandenburg, Berlin und anderen Teilen Deutschlands, aber auch Maler an, deren Wirkungskreis bislang in Frankreich oder Italien gelegen hatte. Dazu gehörten Carl Schuch, Karl Hagemeister, Hans-Otto Gehrcke und Hans Wacker. Harms sagte, das Projekt in Ferch habe durchaus eine europäische Dimension. Er verwies darauf, dass der Verein Mitglied im Verband «EuroArt» ist, einem Zusammenschluss von Künstlerkolonien Europas. Die Organisation mit Sitz in Brüssel verfolgt das Ziel, Künstlerorte zu vernetzen und das kulturelle Erbe als eine gemeinsame europäische Entwicklung zu bewahren und darzustellen. Für die Sanierung des Kossätenhauses, die Einrichtung des Museums und die Ausstellung hatten das Infrastrukturministerium rund 253 000 Euro, das Agrar- und Umweltministerium etwa 130 000 Euro und das Kulturministerium 18 000 Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt.
|