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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Neue Erkenntnisse: Erich Ohser karikierte Hitler in Nazi-Blatt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 31. Juli 2008 um 06:56 Uhr

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Hitler, Karrikatur, Erich Ohser

Unter dem Titel «Idylle mit doppeltem Boden» solle gezeigt werden, wie subtil der Zeichner in den bislang als völlig unpolitisch geltenden Bildergeschichten zwischen 1934 und 1937 im NSDAP-Blatt «Berliner Illustrierte Zeitung» (BIZ) das Regime und Adolf Hitler auf die Schippe nahm, sagte der Chef des Kulturbetriebs der Stadt Plauen, Friedrich Reichel, am Mittwoch der dpa und bestätigte damit einen Bericht der in Chemnitz erscheinenden «Freien Presse».

«Erich Ohser ist nach dem Krieg lange auf die scheinbar heile Vater-Sohn-Welt reduziert worden», sagte der Plauener Kulturwissenschaftler Detlef Manfred Müller, der zwei Jahre lang über den «anderen» Ohser forschte. Seine Ergebnisse erscheinen demnächst in Form eines Kataloges. «Wer genau hinschaut, erkennt, dass die Schublade "harmlos und unpolitisch" nicht zu ihm passt.» Zwischen den Zeilen werde deutlich, dass Ohser immer ein politischer Zeichner gewesen sei, sagte Müller. «Das war kein klassischer Widerstand, sehr wohl aber Dissidenz.»

Ohser habe etwa eindeutig Adolf-Karikaturen gezeichnet, auch NS- Propagandaminister Joseph Goebbels sei stark verfremdet von ihm durch den Kakao gezogen worden, erklärte der Forscher. Der Cartoonist, der vor 1933 für die SPD-Zeitung «Vorwärts» arbeitete, habe sich selbst treu bleiben wollen, erklärte Müller. 1934 war Ohser zur «BIZ» gekommen - allerdings mit der Vorgabe, nur unpolitisch und nicht unter seinem Namen zu zeichnen. Ohser wählte das berühmte Pseudonym e.o. plauen, seine Initialen und den Namen seiner Heimatstadt.

Dass er hinter dem scheinbar sorglosen Vater-Sohn-Alltag Hohn und Spott verstecken konnte, lag laut Müller auch an der scheinbar liberalen Phase der Nazis Mitte der 30er Jahre. Goebbels habe die Comics ausdrücklich geduldet. «Die NS-Publizistik war vielfältiger als zumeist angenommen.» Betont liberal habe sich etwa auch die Wochenzeitschrift «Das Reich» gegeben, für die Ohser von 1940 an zeichnete. Laut Müller erschienen auch in diesem Blatt Hitler- Karikaturen. 1944 wurde Ohser wegen NS-kritischer Äußerungen schließlich denunziert. Er entging dem Prozess vor dem Volksgerichtshof durch Selbstmord.

(Internet: www.galerie.e.o.plauen.de)




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