| Klaus Schrenk wird Chef der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen |
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| Mittwoch, 04. Juni 2008 um 06:59 Uhr | ||
Er wird am 1. März 2009 Nachfolger von Reinhold Baumstark, der in den Ruhestand geht. Damit leitet er auch die Zentralverwaltung aller staatlichen Museen und Sammlungen. «Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sind neben Berlin und Dresden ein Museumsverband mit Weltgeltung», sagte Schenk am Dienstag in München. Bayerns Kunstminister Thomas Goppel (CSU) präsentierte Schrenk als seine «Wunschbesetzung schlechthin». Die bedeutenden Sammlungen des Freistaats mit mehr als 30 000 Objekten sind auf zahlreiche Museen in Bayern verteilt, darunter die drei Pinakotheken und die Schack-Galerie in München oder die Staatsgalerie Altdeutsche Meister in Augsburg. Teil der Sammlung ist auch das Brandhorst-Museum mit zeitgenössischer Kunst, das 2009 in München nahe der Pinakothek der Moderne eröffnet werden soll. Mit dem gebürtigen Hamburger kommt ein Kunsthistoriker nach München, dessen Wurzeln eigentlich in der Grafik liegen. Nach seinem Studium in Hamburg, Berlin und Paris promovierte Schrenk 1976 in Marburg in französischer Druckgrafik des 19. Jahrhunderts. 1979 ging er an die Kunsthalle Düsseldorf, bevor er 1986 ans Bonner Kunstmuseum berufen wurde. Dort war er stellvertretender Direktor, bis er 1995 nach Karlsruhe wechselte. Internationale Beachtung hatte er zuletzt mit der großen Ausstellung über den deutschen Renaissance-Künstler Matthias Grünewald gefunden, die dem Museum von Dezember 2007 bis März 2008 einen Besucher-Ansturm beschert hatte. Auch die Kunsthalle des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf hatte sich um Schrenk bemüht, der jedoch München den Vorzug gab. Von reinen Event-Ausstellungen zur Steigerung der Besucherzahlen halte er nichts, betonte Schrenk. Es müsse immer eine Beziehung zwischen der Sammlung des Museums und einer Ausstellung geben. Nur dann könne ein Dialog entstehen, der das Profil des Hauses schärfe.
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