| Werke von Cornelia Schleime in Tübinger Kunsthalle |
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| Freitag, 06. Juni 2008 um 07:06 Uhr | ||
Die Tübinger Kunsthalle präsentiert die Arbeiten der gebürtigen Ost-Berlinerin in der vom 7. Juni bis zum 7. September 2008 dauernden Ausstellung «Blinde Date». Nicht nur ihre aktuellen Arbeiten sind zu sehen, wie die Kunsthalle am Donnerstag mitteilte. Einige Hauptwerke von Cornelia Schleime illustrieren auch ihre künstlerische Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren. Gezeigt werden Gemälde, Aquarelle und Tuschezeichnungen aus verschiedenen Schaffensperioden. «Cornelia Schleime war schon länger auf meiner Wunschliste. Es war einfach an der Zeit», erläutert Martin Hellmold von der Tübinger Kunsthalle die Entscheidung, die ehemalige DDR-Künstlerin vorzustellen. «Love Affairs» sind großformatige, plakative Gemälde von Liebespaaren, Beziehungen und deren mimischer Ausprägung. Gelegentlich erinnert ihre Kunst an Filmplakate. «Große Bilder zu malen, ist für mich fast wie eine Skulptur zu schaffen», erklärt die 55-jährige Künstlerin. «Ich möchte Surrealität ins große Bild bringen.» Cornelia Schleime arbeitet mit außergewöhnlichen Materialien. Als Leinwand dient schon mal Papyrus. Neben Acrylfarben sind Asphaltlack und Schellack auf ihren Bildern zu finden. Bekanntgeworden ist Schleime unter anderem durch die künstlerische Auseinandersetzung mit ihren Stasi-Unterlagen. Streng katholisch erzogen, thematisierte sie in einigen Werkgruppen auch Nonnen und den Papst. So vielfarbig wie ihre Bilder ist auch Schleimes Biografie. Sie hatte als Maskenbildnerin, Friseurin und Pferdepflegerin gearbeitet, zu DDR-Zeiten in einer Punkband gesungen und ist nun Professorin an der Kunstakademie Münster.
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