| Spatenstich für «Kunsttempel auf Zeit» am Berliner Schlossplatz Von Wilfried Mommert |
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| Samstag, 07. Juni 2008 um 07:58 Uhr | ||
Mit dem Mittagsläuten des einstigen Hohenzollerndoms ist am Freitag auf dem benachbarten Schlossplatz mit dem Bau der «Temporären Kunsthalle Berlin» begonnen worden. Schon am 17. Oktober soll im «White Cube», dem «weißen Kunstwürfel», die erste Ausstellung mit Werken der südafrikanischen und in Berlin lebenden Video-Künstlerin Candice Breitz eröffnet werden. Der 950 000 Euro teure «Kunsttempel auf Zeit» wird von der Stiftung Zukunft Berlin mit Volker Hassemer an der Spitze finanziert, die das Projekt vorangetrieben hatte. Am Freitag griff Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) persönlich zur Schaufel, auch wenn es ein privates Vorhaben ist. Gleich nebenan rollten dabei die Bagger weiter, um den früheren DDR-Palast der Republik abzureißen und Platz zu schaffen für das Humboldt-Forum mit den historischen Fassaden des 1950 gesprengten Hohenzollern-Schlosses. Mit dem Baubeginn 2010 soll dann auch das von dem österreichischen Architekten Adolf Krischanitz entworfene Übergangsgebäude wieder verschwinden. Die Kunsthalle auf Zeit wird eine massive Holzkonstruktion mit Fachwerkträgern sein und eine Grundfläche von 20 mal 56 Meter haben bei elf Metern Höhe. Wowereit verstand seinen Spatenstich auch «als Auftrag zur späteren Errichtung einer städtischen Kunsthalle» zur Präsentation zeitgenössischer Kunst aus der Hauptstadt. «Berlin ist reich an Galerien und Museen, hat aber Defizite wenn es darum geht, die vielen Künstler, die hier arbeiten und es noch nicht bis ins New Yorker MoMA geschafft haben, der Öffentlichkeit angemessen vorzustellen.» Daher versteht auch der Architekt Krischanitz seine «Temporäre Kunsthalle» als «Signalwirkung für die Wertschätzung der hoch angesehenen aktuellen deutschen Kunstszene, vor allem der Kunstplatz Berlin ist momentan von äußerster Wichtigkeit». «Statt ein Monument für die Ewigkeit zu bauen, wird mit der Temporären Kunsthalle ein außergewöhnlicher Erlebnisraum für die Kunst geschaffen», betonten die Veranstalter. Zwei Jahre lang sollen Highlights zeitgenössischer Kunst, begleitet von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, auf dem wichtigsten Platz Berlins entstehen mit der offiziellen Adresse Schlossfreiheit 1 - zwischen Schlossplatz und Spreekanal auf der sogenannten Schlossfreiheit, wo bis zum Krieg das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. das Zentrum bildete. In unmittelbarer Nähe zum Dom, zu Schinkels Altem Museum, zur historischen Staatsoper und der Museumsinsel will die Temporäre Kunsthalle «eine klare Position für die Gegenwart» beziehen. Geplant sind insgesamt acht Ausstellungen im Innenraum, darunter von Katharina Grosse, Jennifer Allora und Guillermo Calzadilla und zwei Projekte für die Außenfassade, das erste wird bereits ab September der Österreicher Gerwald Rockenschaub entwerfen.
(Internet: www.kunsthalle-berlin.com) |
























































