| Zeichnungen aus dem deutschen Alltag im Wilhelm-Busch-Museum |
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| Samstag, 07. Juni 2008 um 08:00 Uhr | ||
Gleich zwei der bekanntesten deutschen satirischen Zeichner sind vom 8. Juni bis zum 24. August im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zu sehen. Die Zeichnungen, Cartoons und Karikaturen von Franziska Becker und dem 2004 gestorbenen Manfred Limmroth zeigen einen Querschnitt der deutschen Geschichte seit 1950, sagte Museumsdirektor Hans Joachim Neyer am Freitag. Die 1949 in Heidelberg geborene Franziska Becker zeichnet von der ersten Ausgabe an für die feministische Frauen-Zeitschrift «Emma». Ihre ersten Erfolge feierte sie daher auch mit Zeichnungen zu emanzipatorischen Themen. So zeigt ihr Bild «Auftrieb» zwei Ballonfahrerinnen, die an den Korb statt Sandsäcken Männer als Ballast gebunden haben. Bei der Vorbesichtigung der Ausstellung in Hannover betonte sie aber, es wäre falsch, ihr Werk auf feministische Themen zu reduzieren: «Bei mir spiegelt sich die komplette Politik, wo sie sich im Alltag zeigt.» Als Kind sei sie von Wilhelm Busch, aber auch von Donald Duck beeinflusst worden. «In erster Linie zehre ich aber davon, dass sich die Frauen immer wieder selbst Knüppel zwischen die Beine werfen.» Selbstironie sei daher von Anfang an ihre wichtigste Triebfeder gewesen. Manfred Limmroth, der unter anderem im «Stern», in der «Welt», und in der «Zeit» veröffentlichte, gilt als einer der bedeutendsten Zeichner und Grafiker der 1960er und 70er Jahre. «Mit spitzer Feder hat er gezeichnet, was uns bewegt», sagte Museumsdirektor Neyer. Die 135 ausgestellten Arbeiten zeigen Urlaubsreisen nach Italien zu Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders, Erlebnisse mit ersten Fernsehern, Bausünden der 70er Jahre und den Beginn des Computerzeitalters. |
























































