| Stadtmuseum zeigt Werke aus dem Altbestand des Jenaer Kunstvereins |
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| Montag, 16. Juni 2008 um 06:55 Uhr | ||
Zu sehen sind Arbeiten unter anderem von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Ernst Haeckel und Otto Dix. Nach Angaben von Kurator Erik Stephan waren 1937 etwa drei Viertel der Sammlung als «entartete Kunst» von den Nazis vernichtet oder verkauft worden. Erst nach der Wiedervereinigung sei es gelungen, einige Werke zurückzubekommen. Die Ausstellung sollte am Freitagabend eröffnet werden. Die Kunstsammlung der Stadt Jena ist relativ jung und wurde in den 1930er Jahren wesentlich durch die vom 1909 gegründeten Kunstverein der Stadt übernommene Sammlung bestimmt. Diese war laut Stephan vor allem vom avantgardistischen Konzept der Ausstellungen des Vereins geprägt, der erstmals 1914 mit einer eigenen Sammlung an die Öffentlichkeit trat. Neben bedeutenden Werken der klassischen Moderne ist die Kunst der DDR heute ein weiterer Schwerpunkt der städtischen Sammlung. Sie umfasst rund 5000 Werke. Die neue Ausstellung vereine Exponate aus der Sammlung des früheren Kunstvereins und andere Arbeiten aus dem Bestand der Kunstsammlung. Parallel zu dieser Schau werden unter dem Titel «Der helle Sack» Vehikel, Bilder und Installationen des Hamburger Künstlers Tilman Knop gezeigt. Knop sei ein «Wanderer zwischen den verschiedenen Techniken und sprühend vor Einfällen», erklärte Stephan. So führe er etwa mit seinen Vehikel die Idee der grenzenlosen Mobilität ad absurdum. In der Schau sind etwa 150 Exponate zu sehen.
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