| «SZ»: Zahlreiche Fälschungen von Bildern Jörg Immendorffs im Handel |
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| Montag, 16. Juni 2008 um 06:59 Uhr | ||
Immendorffs Kölner Galerist und Nachlassverwalter Michael Werner sagte der Zeitung (Samstagsausgabe), dass der Maler Anfang der 90er Jahre aus Geldnot Kopien von Mitarbeitern seines Ateliers signiert und als Originale verkauft habe. Immendorff hatte in dieser Zeit regelmäßig Kokain genommen, wie er später in einem Drogenprozess gestand. «Es gibt ein Immendorff-Problem, und das müssen wir lösen», sagte Werner. Er habe den Künstler mehrfach gebeten, seinen Ruf nicht zu beschädigen, aber darum habe der sich nicht gekümmert. Mehrere deutsche Auktionshäuser hätten bereits Atelierkopien als Originale verkauft. Juristische Schritte seien deshalb «sinnvoll», sagte Werner. Der Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach sagte der «SZ», er schätze, dass 50 bis 100 Atelier-Kopien in Umlauf seien. Als Fälschungen wolle er diese Bilder allerdings nicht bezeichnen, sie seien eher mit handsignierten Grafiken vergleichbar. Anfang Juni hatte der Münchner Auktionator Robert Ketterer den Verkauf des Immendorff-Bildes «Café de Flore» (1990/91) gestoppt, nachdem Achenbach festgestellt hatte, dass es sich nicht um eine Originalarbeit Immendorffs handelt. Werner hatte schon im vergangenen Jahr der «Bild am Sonntag» gesagt, jede Woche kämen drei bis vier Leute mit gefälschten Immendorffs in seine Galerie. |
























































