| 42 000 Besucher bislang bei Kunstgewerbeschätzen im «Grassi» |
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| Montag, 16. Juni 2008 um 07:01 Uhr | ||
«Das ist eine Reaktion, wie wir sie uns nur wünschen konnten», sagte die Direktorin des Museums für Angewandte Kunst, Eva-Maria Hoyer, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Den Bedarf an Führungen können wir mit unserem Personal kaum decken. Deshalb arbeiten wir nun mit Stadtführern zusammen, die angelernt wurden.» Die meisten der Kunstgewerbeschätze - darunter antike Handspiegel, Gräberfunde aus Ägypten, Gläser aus nachrömischer Zeit, spätgotische Schnitzplastiken und die hölzerne Wandverkleidung eines römischen Klosters - lagen 68 Jahre lang in Depots. Binnen fünf Jahren war eine Million Euro in die Restauration der Exponate gesteckt worden. Auf 2000 Quadratmetern zeigt der komplett neu gestaltete erste Rundgang «Von der Antike bis zum Historismus» 2000 Exponate. «Die Reaktionen ziehen weite Kreise, wir haben die internationale Fachwelt ständig hier im Hause», sagte die Museums- Chefin. Zahlreiche Museen, die Umbauten planen, suchten bei ihr Rat; darunter das Kunstgewerbemuseum und die Antikensammlung in Berlin und die Staatsgalerie Stuttgart, «Das große Interesse heißt für uns aber nicht, dass wir uns zurücklehnen können», sagte Hoyer. «Wir setzen auch auf Sonderausstellungen und arbeiten an den beiden anderen Rundgängen der Dauerausstellung». Ende 2009 soll die Schau «Asiatische Kunst» fertig sein, deren Finanzierung gesichert sei. Ein Jahr später werde der Rundgang «Vom Jugendstil bis zur Gegenwart» eröffnet. Zu den Raritäten der asiatischen Kunst zählen laut Hoyer persische Miniaturmalereien und iranische Keramik. Im November werde die erste Sonderausstellung eröffnet. «Unter dem Titel "Gefäß/Skulptur" zeigen wir deutsche und internationake Keramik aus den Jahren seit 1946», sagte Hoyer. Alle Exponate seien aus der Sammlung des Museums, zu der rund 90 000 Exponate gehören. Die zweite Sonderausstellung widme sich dann in Kooperation mit dem Vitra Design-Museum Weil am Rhein dem italienischen Designer Joe Colombo (1931-1971) «Es geht um Wohnen und Architektur in den 60-er, 70-er und 80-er Jahren», sagte Hoyer. (Internet: www.grassimuseum.de/home.html)
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