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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Ausstellung über Spitzweg und Busch - Kurator: große Humoristen PDF Drucken E-Mail
Montag, 16. Juni 2008 um 07:01 Uhr

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«Beide sind witzig, intelligent und scharfe Beobachter», sagte der Kurator einer Ausstellung über die Künstler, Prof. Jens Christian Jensen, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Schweinfurt.

«Busch ist ein politischer Mensch, der sich einmischt. Spitzweg ist ein Künstler, der sich seine eigene Welt in der Kunst baut.» Trotz ihrer charakteristischen Unterschiede wiesen beide Biografien so viele Ähnlichkeiten auf, dass die Höhepunkte ihres künstlerischen Schaffens nun im Museum Georg Schäfer in Schweinfurt einander gegenübergestellt würden.

Schriftsteller und Zeichner Busch (1832-1908) wurde Jensen zufolge insbesondere durch seine Bildergeschichten im humoristisch- satirischen Wochenblatt «Fliegende Blätter» bekannt. «"Max und Moritz" wurden in nahezu alle Sprachen übersetzt und waren und sind international der Renner», sagte der Kurator. «Er ist ein wortmächtiger Schriftsteller, eine komplexe Persönlichkeit, die sich mit der Zeit auseinandergesetzt hat.»

Maler Spitzweg (1808-1885), der ebenfalls für die Wochenzeitschrift tätig war, habe hingegen in seiner eigenen Welt gelebt. «Er hat sich eine Kunstwelt errichtet, ein harmonisches Biedermeier», erläuterte Jensen. «Er hat sich von seiner Zeit abgekapselt. Die Umwälzungen, die Kriege kommen in seinen Bildern nicht vor.» Anders als Busch habe er erst nach seinem Tod Berühmtheit erlangt. Zu Spitzwegs bekanntesten Werken zählt «Der arme Poet» (1839).

Beide setzten sich Jensen zufolge sehr unterschiedlich mit ihrer Wirklichkeit auseinander. Spitzweg habe die Schwächen der Menschen sanft erzählt, «der junge Busch jedoch bringt Spitzweg auf den Punkt». «Sein Witz ist knallhart. Busch vollendet im gewissen Sinne das, was Spitzweg begonnen hat», erklärte der Kunsthistoriker.

«Spitzweg nimmt allgemein Menschliches aufs Korn, aber so verständnisvoll, dass eigentlich keiner beleidigt sein kann.» Buschs indes sei ein politischer Maler gewesen, der sich auch mit der katholischen Kirche angelegt habe. Seine Bildergeschichten endeten zumeist in Katastrophen.

Werke beider Künstler werden anlässlich des 200. Geburtstages von Spitzweg und dem 100. Todesjahr von Busch vom 29. Juni an in Schweinfurt gezeigt. Die in Kooperation mit dem Wilhelm-Busch-Museum Hannover vorbereitete Ausstellung ist bis zum 2. November zu sehen.

Gespräch: Angelika Röpcke, dpa


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