| Kein Sommerloch für Kulturfreunde: Vielfältiges Festivalprogramm |
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| Montag, 23. Juni 2008 um 07:07 Uhr | ||
Zahlreiche Festivals, Konzertreihen und Open-Air-Veranstaltungen versüßen Daheimgebliebenen die Urlaubszeit. Dabei profitieren sie vom Ehrgeiz vieler Städte, die mit attraktiven Angeboten Akzente setzen wollen. Hannover zum Beispiel bietet bis Ende August hochkarätige Konzerte und Kleinkunst bei den Festwochen Herrenhausen. Braunschweig wartet mit Operninszenierungen unter freiem Himmel auf. Aber auch ländliche Regionen entpuppen sich keineswegs als kulturelle Provinz, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa ergab. «Ich kann die Reihe Herrenhausen Klassik nur wärmstens empfehlen», sagte Hannovers Kulturdezernentin Marlis Drevermann. Heinz Rudolf Kunzes Musical-Renner «Kleider machen Liebe» nach Shakespeares Komödie «Was ihr wollt» feiert am 6. Juli Premiere im barocken Gartentheater. Besucher der Konzertreihe sind erstmals 90 Minuten vor Beginn zu einer Einführung mit Dirigenten und Musikern eingeladen. Ein Klassiker ist das «Kleine Fest im Großen Garten» (9. bis 27.Juli), das alljährlich zehntausende Kleinkunst-Fans anlockt. Auf dem Rittergut Bennigsen bei Hannover sind bereits zum 13. Mal internationale Stars zu Gast. Intendant und Gründer Roderic von Bennigsen präsentiert vom 28. Juni bis zum 13. Juli unter anderem das Russian Philharmonic Orchestra, das Streichorchester Seoul sowie die italienische Operndiva Lucia Aliberti. Stars des «Kultursommers» der Region Hannover vom 27. Juni bis zum 24. August werden unter anderem die Klarinettistin Sabine Meyer, Soul-Diva Jocelyn B. Smith und Schauspieler Jan Josef Liefers mit Band sein. Das Theater für Niedersachsen präsentiert das Kinderkonzert «Max und Moritz» auf Schloss Marienburg und im Innenhof des Roemer- und Pelizaeusmuseums Hildesheim. Vom 23. August bis zum 1. September verwandelt sich der Braunschweiger Burgplatz in eine Opernbühne: 14 Mal wird Richard Wagners Oper «Der fliegende Holländer» aufgeführt. Mit der romantischen Oper in der Inszenierung von Lutz Graf wolle das Staatstheater Braunschweig die Reihe seiner erfolgreichen Open-Air- Festspiele auf dem historischen Platz fortsetzen, sagte Generalintendant Wolfgang Gropper. Auf der Freilichtbühne präsentiert das Theater zudem zwei Konzerte mit dem 2000 entstandenen Chorwerk «An Armed Man - A Mass For Peace» des britischen Komponisten Karl Jenkins. Die ehemaligen Zelte vom Zirkus Sarrasani werden vom 28. August bis zum 25. September in Braunschweig zur Bühne für Konzerte, Lesungen, Comedyshows und Kindernachmittage. Zu seinem zehnten Geburtstag wartet das Festival «KulturImZelt» mit insgesamt 37 Veranstaltungen auf. Highlight ist der Auftritt des internationalen Musicalstars Ute Lemper. Auf der Gästeliste stehen unter anderem auch Götz Alsmann, Katja Riemann, Ingo Appelt und Dominique Horwitz. Die Zelte werden in einem Park neben dem Fluss Oker aufgebaut und bieten ein stimmungsvolle Umgebung. Auf dem Celler Schlossplatz ist am 10. Juli Verdis «Nabucco» als monumentales Opernspektakel mit 120 Mitwirkenden zu sehen. Dabei stehen sogar echte Kamele und Pferde auf der Bühne. Im Emsland verspricht der «KultourSommer» bis September nach Angaben einer Landkreis-Sprecherin ein abwechslungsreiches Programm. Das Wochenende 5. und 6. Juli steht ganz im Zeichen der Geschichte: An beiden Tagen veranstaltet das Ausstellungszentrum für die Archäologie des Emslandes in Meppen ein bunte Museumsfest. 19 Gruppen mit mehr als 85 Akteuren werden auf dem Gelände die Vergangenheit wieder aufleben lassen. An beiden Tagen jeweils ab 14 Uhr wird bei einem «Fest der Kulturen» ein Ausflug durch historische Epochen geboten. Erstmals dabei sind Henning Fenner und Ingo Schuster, die auf Ötzis Spuren für das Filmprojekt «Steinzeit, das Experiment» die Alpen in steinzeitlicher Ausrüstung überquerten. Bei den 63. Sommerlichen Musiktagen in Hitzacker (Kreis Lüchow- Dannenberg) stehen vom 26. Juli bis zum 3. August Stimme und Gesang im Mittelpunkt. Höhepunkte des Programms sind das vom Vokalensemble «Singer Pur» aufgeführte «Mahagonny Songspiel» von Kurt Weill sowie die Auftritte der Sängerinnen Zoryana Kushpler und Mojca Erdmann. Composer in Residence des Festivals ist Robert Krampe. In der fünfteiligen Reihe «Singing around the World» werden Volkslieder aus Norwegen und der Schweiz, aus der zentralasiatischen Republik Tuva und Österreich vorgestellt. Im Schatten des Verdener Domes inszenieren die Domfestspiele 2008 unter freiem Himmel die Krimikomödie der «Raub des Domschatzes» des Leipziger Autors und Regisseurs Ralph Oehme mit historischen Motiven aus dem Verden des 19. Jahrhunderts. Premiere ist am 1. August, das Stück ist danach noch bis zum 16. August zu sehen. Rund 100 Darsteller werden romantische Volksfestszenen, Tanz und Gesang auf drei Bühnenebenen präsentieren. Zum Ausklang des Sommers will der neue Intendant der Niedersächsischen Musiktage, Markus Fein, das Publikum auf Entdeckungsreise schicken. Das vierwöchige Festival, das am 6. September startet, wartet mit landesweit mehr als 70 Veranstaltungen auf. Geplant sind Konzerte an ungewöhnlichen Orten, etwa bei einer Pilgerreise, auf Wanderschaft im Harz oder im Überseebahnhof Cuxhaven. |
























































