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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Münchner Raubkunst-Gemälde zurückgegeben und wieder aufgekauft PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 24. Juni 2008 um 07:09 Uhr

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Dennoch bleibt das Ölbild mit dem Titel «Stillleben mit Porzellankanne» in der Alten Pinakothek in München hängen. Der Pinakotheks-Verein erwarb das sogenannte Raubkunst-Gemälde von Blocks Hamburger Enkel Peter Block für eine nicht genannte Summe zurück und stellte es dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung. Die entsprechenden Verträge mit Peter Block wurden nach Angaben der Staatsgemäldesammlungen am Montag in München unterzeichnet.

Willem Kalf gilt als einer der bedeutendsten niederländischen Stilllebenmaler des 17. Jahrhunderts. Generaldirektor Reinhold Baumstark von den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen nannte es erfreulich, dass mit der Rückgabe ein Unrechtsakt der Nazizeit «nach langen, langen Jahren» wiedergutgemacht worden sei. Auch Block würdigte die verspätete Wiedergutmachung und «Heilung des Unrechts», das seinen Großvater tief getroffen habe. «Mir lag es aber auch am Herzen, dass das Bild an seinem Platz in München hängenbleibt.»

Baumstark sprach von einem glücklichen Tag für die Alte Pinakothek und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. In Zusammenarbeit mit Auktionshäusern sei für das 1653 entstandene, in Öl auf Eichenholz gemalte, knapp 45 mal 36 Zentimeter große Bild ein fairer Preis ermittelt worden. Dabei habe es sich nicht um einen Spitzenwert, sondern um einen Mittelwert gehandelt. Das Rückgabeverfahren habe sich zuvor wegen der komplizierten Rechtslage bedauerlicherweise hingezogen. Weil das Bild aus dem sogenannten Grundstockvermögen des Freistaats Bayern herausgelöst werden musste, habe der Bayerische Landtag der Rückgabe zustimmen müssen. Dies sei am 28. April dieses Jahres geschehen.

Die Rückgabe erfolgte gemäß der Handreichung der Länder zur Umsetzung der «Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS- verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz», wie die Staatsgemäldesammlungen mitteilten.

Der frühere Besitzer Josef Block (1863-1943) war den Angaben zufolge Schüler der Breslauer und Münchner Akademie und gehörte 1892 zu den Gründungsmitgliedern des «Vereins der bildenden Künstler Münchens», der späteren Münchner Sezession. Von 1896 an habe Block in Berlin gelebt, wegen seiner jüdischen Abstammung sei er seit 1933 verfolgt worden und habe das Stillleben von Kalf auf Druck der Nazis hin verkaufen müssen. Das Gemälde sei in die Hände von Adolf Hitlers Chefeinkäufer Andreas Walter Hofer gelangt, der es wiederum bei dem damaligen Generaldirektor der Staatsgemäldesammlungen, Ernst Buchner, gegen zwei holländische Genregemälde eingetauscht habe.

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen hatten auch in den vergangenen Jahren schon Raubkunst-Gemälde an die Nachkommen der einstigen Besitzer zurückgegeben. Seit Anfang April dieses Jahres haben sie ein eigenes Referat für die sogenannte Provenienzforschung eingerichtet. Die auf die neue, unbefristete Stelle berufene Kunsthistorikerin Andrea Bambi (44) - eine gebürtige Ambergerin - muss nach eigenen Worten nun rund 4400 Gemälde und 700 Plastiken, die seit 1933 erworben wurden, auf eine einwandfreie Herkunft und auf mögliche Rückgabe-Ansprüche hin überprüfen.


 



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