| Visa-Probleme - Schau afghanischer Malerinnen in Berlin verschoben |
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| Donnerstag, 26. Juni 2008 um 06:53 Uhr | ||
Sie sollte am Abend in der Sächsischen Landesvertretung in Anwesenheit der Künstlerinnen eröffnet werden, von denen aber nach Angaben des sächsischen Kunstministeriums nicht alle rechtzeitig von der deutschen Botschaft in Kabul ein Visum erhalten haben. Sie werden jetzt erst am Donnerstagabend in Berlin erwartet, die Ausstellung wird vermutlich erst nächste Woche eröffnet. Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva- Maria Stange (SPD), bedauerte die Verschiebung und betonte in einer Presseerklärung, sie habe die deutsche Botschaft noch am Dienstagabend «zu entsprechendem Handeln angehalten», dennoch hätten die Künstlerinnen nicht mehr rechtzeitig in Berlin eintreffen können. Die Werke der afghanischen Künstlerinnen sollen in Deutschland vorerst nur in der deutschen Hauptstadt in der Vertretung des Freistaates Sachsen zu sehen sein, sie sollen anschließend unter anderem auch in China und den USA gezeigt werden, teilte das Sächsische Kunstministerium in seiner Ankündigung mit. Eine vergleichbare Präsentation habe es bisher nirgends außerhalb Afghanistans gegeben. Seit 2007 konnten erstmals am Center for Contemporary Arts Afghanistan in Kabul Frauen ausgebildet werden. Die ersten Ergebnisse ihrer Arbeiten, überwiegend gegenständliche Malerei, können nun erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu wurden neben den vier Malerinnen auch der Direktor des Kunstinstituts in Kabul, Prof. Rahraw Omarzad, nach Berlin eingeladen, der über die Arbeit seines Instituts berichten will. Eine der jungen Malerinnen, Sheekai Alam, meinte in einem Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» zu den Arbeiten an der Kunstschule in Kabul: «Alle unsere Arbeiten sind politisch. Sie zeigen unser Leben in Afghanistan. Wie könnten wir Blumen und Bäume malen, was würde das ändern?»
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