| Fernand Léger Museum an der Côte d'Azur in neuem Glanz |
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| Freitag, 27. Juni 2008 um 07:06 Uhr | ||
Das Gebäude mit seinen monumentalen und farbenprächtigen Mosaik-Fassadenfresken im südfranzösischen Biot war wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten im Februar 2004 geschlossen worden. Das am 13. Mai 1960 eingeweihte Museum besitzt eine einzigartige Sammlung von Werken des Künstlers (1881-1955), der mit seinen Gemälden von scharf kontrastierender Farbigkeit zu einem der bedeutendsten Maler seiner Zeit wurde. Seine Werke wechseln für Millionen US-Dollar ihre Besitzer. «Studie für die Frau in Blau» wurde erst im Mai für mehr als 39 Millionen Dollar versteigert. Von diesem Sujet gibt es eine frühere, im Jahr 1912 angefertigte Version, die nun wieder im Museum bewundert werden kann. Das Museum liegt inmitten eines riesigen Parks am Fuß des Mittelmeers. Es ist mehr als 1500 Quadratmeter groß und überragt majestätisch eine Bilderbuchlandschaft, auf die man seit der Renovierung nun auch von Innen aus einen herrlichen Blick hat. «Das Museum sollte transparenter und lichtdurchlässiger werden», erklärte der Direktor des Museums, Maurice Fréchuret. Was dem Architekten Marc Barani hervorragend gelungen ist, wie Kritiker meinen. Der Eingangsbereich wurde geöffnet und gibt rechts den Blick auf eine mehr als drei Meter hohe Glasfensterarbeit frei, die den Treppenaufgang ziert. Auf der linken Seite eröffnet sich dem Besucher die Sicht auf den riesigen Innenhof und die umliegenden Zypressen. Und durch die Lichtbrunnen in den beiden Ausstellungssälen im ersten Stock fällt sanft Tageslicht, das die Ausstellungsflächen angenehm und dezent erhellt. In die riesigen, offenen Räume wurden jeweils drei Halbwände eingezogen, was einerseits die unverstellte Sicht auf das drei Meter hohe Meisterwerk Légers «Les constructeurs» (Die Baumeister) am Ende des Raums intakt lässt. Gleichzeitig wirken kleinformatige Werke in den so geschaffenen Nischen weniger verloren. Die Sammlung umfasst rund 450 Arbeiten, darunter Meisterwerke wie «Le grand remorqueur» (etwa: Der große Schlepper) aus dem Jahr 1923. Ein stark kubistisch beeinflusstes Gemälde, das an ein kompliziertes Räderwerk erinnert. Es entstand während seiner «mechanischen Periode», in der ihn Maschinen und Technik faszinierten. Die Sammlung deckt Légers gesamte Schaffensperiode ab: angefangen von seinen anfänglich noch neoimpressionistisch beeinflussten Landschaftsbildern bis hin zu seinen stark kubistisch geprägten Arbeiten: gegenstandsbezogene Malerei, in der die Mechanik im Mittelpunkt steht und der Mensch die Form riesiger Maschinen annimmt. Das Museum feiert seine Neueröffnung mit der Ausstellung «La partie de campagne» (Die Landpartie). Viele der rund 50 Exponate stammen aus den Jahren 1953 bis 1955, einer Zeit, in der Léger zu weicheren und menschlicheren Figuren übergegangen ist. Der Maler stand politisch links und setzt sich in diesen Arbeiten mit den sozialen Errungenschaften der 1930er Jahre auseinander, vor allem dem gesetzlich verankerten Urlaub. Seine Werke zeigen die am Wochenende ins Grüne und ans Meer fliehenden Familien und Arbeiter. Eine Ausstellung, die pünktlich zur französischen Ferienzeit beginnt und bis zum 29. September dauert.
(Internet: www.musee-fernandleger.fr) |
























































