| «Mit Kunst (über)-leben» - Ausstellung als Brückenschlag zu Israel |
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| Samstag, 28. Juni 2008 um 11:31 Uhr | ||
Die Doppelausstellung «Mit Kunst (über)-leben» in Berlin und später Tel Aviv zeigt zum 60. Jahr der Gründung des Staates Israel die Werke zweier Frauen, die auf unterschiedliche Weise Terror erlitten haben, ihren traumatischen Erlebnissen aber gleichsam Zuversicht entgegensetzen. Gabriele von Lutzau stellt riesige Skulpturen aus, Rachel Gera große Schmuckstücke.
Von Lutzau wurde unter ihrem Mädchennamen Gabi Dillmann im Jahr 1977 bekannt, als sie in der von palästinensischen Terroristen entführten Lufthansa-Maschine «Landshut» in lebensbedrohlicher Lage Zivilcourage bewies. Seither wird sie auch «Engel von Mogadischu» genannt. Ihre Werke sind große Herzen und Vögel, «Wächter» und «Kampftauben», aus Wurzelholz gearbeitet und in Bronze gegossen. Ihre Botschaft: «Die Macht der Leichtigkeit, der Liebe und der Lust am Leben gegen die Macht des Terrors, des Todes und der Fesseln der Welt.»
Gera wurde als Kind 1939 bei einem Verwandtschaftsbesuch in Polen vom Nazi-Terror erfasst. Ihre dramatische Flucht vor den deutschen Angreifern wird derzeit verfilmt. Gera fertigt große, schwere Armreifen und Ringe aus Silber, Metall und Edelsteinen - auch Ganz- Körperkleider. Sie sagt: «Was ist dieses Gewicht gegen die Schwere, die das Leben haben kann.» Beide Frauen wollen vor allem eins nicht sein: Opfer. Die Ausstellung ist seit Freitag in den Räumen der Commerzbank am Brandenburger Tor zu sehen und ist bis zum 31. Juli geöffnet.
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