| Neumann und Parzinger für Umzug der Gemäldegalerie zur Museumsinsel |
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| Samstag, 01. März 2008 um 08:04 Uhr | ||
Dafür plädierten am Freitag der neue Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). «Der Weg zu klar profilierten Museumsquartieren ist mit dem Humboldt-Forum noch nicht abgeschlossen», sagte Parzinger bei der Amtseinführung im Pergamonmuseum.
«Es ist eine nicht minder faszinierende Vision, die Alten Meister vom Kulturforum in die unmittelbare Nähe der Museumsinsel zu bringen, um dort die Präsentation der Kunst und Kulturentwicklung vom Altertum bis ins 19. Jahrhundert zu vollenden und das Kulturforum mit einer Galerie des 20. Jahrhunderts zu einem "Forum der Moderne" umzugestalten, während die jüngsten Strömungen der zeitgenössischen Kunst dann im Hamburger Bahnhof und seinem Umfeld Gestaltungsraum finden könnten.» Und dies sei mehr als eine Rochade, meinte Parzinger. Neumann unterstützte diese «neue Vision» mit den Worten: «Ich halte sie für richtig.» Auch sollte die zeitgenössische Kunst «einen noch höheren Stellenwert im Rahmen unserer Stiftung erhalten». Den Mies van der Rohe-Bau als Ausstellungshalle und eine Galerie der Moderne am Kulturforum, «das würde eine der letzten Lücken schließen, die der Nationalsozialismus gerissen hat, denn die Diffamierung des Expressionismus, Surrealismus und anderer Kunstrichtungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als "entartete Kunst" hat eine der schöpferischsten Strömungen in Deutschland und besonders in Berlin nahezu beseitigt. Und diesen Punkt unserer jüngeren Vergangenheit haben wir noch nicht ganz bewältigt.» In dem Neubau am Kulturforum unweit des Potsdamer Platzes hatten im Sommer 1998 nach mehr als einem halben Jahrhundert der Trennung durch die Teilung Berlins die Bilder der alten Meister wieder zusammengefunden. Dazu zählen unter anderem Spitzenwerke von Holbein, Dürer, Rubens, Cranach, Rembrandt, Canaletto, Botticelli, Raffael, Tizian und Bruegel. In der ständigen Schau sind rund 1400 Werke zu sehen. Die neue Gemäldegalerie war mit 285 Millionen Mark (rund 145 Millionen Euro) seinerzeit der aufwendigste Kulturneubau der Nachkriegszeit in Berlin, hat aber durch die Aufwertung der Museumsinsel unter Aufmerksamkeitsverlust der Besucher- und Touristenströme zu leiden. |
























































