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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Attackierte Berliner Ausstellung wiedereröffnet PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 04. März 2008 um 16:59 Uhr

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Dabei waren auch Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) und Vertreter der türkischen Gemeinden in Deutschland anwesend. Sie betonten in der Galerie die Freiheit der Kunst als Grundrecht, plädierten aber auch für Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle.

Die Ausstellung war in der vergangenen Woche nach Gewaltandrohungen von Muslimen aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen worden. Sie hatten ein Plakat der dänischen Künstlergruppe Surrend mit der würfelförmigen Kaaba in Mekka, dem zentralen Heiligtum des Islam, und der Textzeile «Dummer Stein» kritisiert. Daneben hängt allerdings auch ein Plakat mit einem Mann mit orthodoxer jüdischer Kopfbedeckung und der Zeile «Dummer Hut».

«Ich sehe mit dieser Ausstellung keine Probleme, die Aufregung kann ich nicht verstehen», sagte Körting als Verantwortlicher für die Sicherheit bei einem Rundgang. Kunst und Religionsfreiheit seien schützenswerte Grundrechte. Ähnlich äusserte sich auch Kenan Kolat von der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Er forderte die Muslime zu «mehr Gelassenheit» auf und verwies auf die im Grundgesetz verbriefte Freiheit der Kunst in Deutschland. Der Präsident der Türkischen Gemeinden Berlins, Bekir Yilmaz, warb um Verständnis dafür, wenn sich Muslime in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlten, lehnte aber ebenfalls Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung ab.

Körting sagte in der Ausstellung, Kunst sei immer provokativ, erst recht, wenn sie sich auch mit Religion auseinandersetze. «In unserem Staat müssen sich aber alle gegenseitig ertragen.» Religionsfreiheit bedeute auch, «dass diejenigen, die einen anderen Glauben haben oder nicht glauben, das auch sagen dürfen», betonte der Innensenator. Kunstfreiheit und Meinungsfreiheit hätte den gleichen Rang wie Religionsfreiheit und würden im Streitfall gegeneinander abgewogen. Auf die Frage, ob er für einen ausreichenden Schutz der Ausstellung sorgen werde, sagte Körting: «Ich hoffe, dass bis zum 29. März möglichst viele Leute diese Ausstellung besuchen und auch kontrovers darüber diskutieren, mir gefallen ein paar Sprüche auch nicht.»

Freiheit heisse eben auch, die Freiheit der anderen zu ertragen. «Ich lebe in der Bundesrepublik Deutschland, und hier gibt es ein Toleranzgebot, das für alle gilt, und ich glaube, dass das auch die Muslime bei uns so sehen, deswegen leben sie auch gerne bei uns, abgesehen von wenigen Extremisten und Fundamentalisten», betonte der Innensenator.

Er setze in erster Linie auf die Vernunft und Toleranz der Menschen. «Wenn es andere gibt, dann wird man sie mit den Mitteln des Staates davon überzeugen müssen, dass Toleranz in unserem Staat zu einem ganz wichtigen Prinzip gehört», sagte Körting. «Es wird immer Leute geben, die unsere Gesetze missachten, auch für sie gelten unsere Gesetze und entsprechende Strafverfolgungsmaßnahmen. Wir dürfen uns nicht, und das ist für mich eine Erfahrung aus der "Idomeneo"-Debatte, das sage ich jetzt mal selbstironisch, in eine psychologische Situation begeben, dass man immer, wenn man von seinen Freiheiten Gebrauch macht, daran denkt, wer könnte bloß daran Anstoß nehmen. Dann sind die Freiheiten nichts mehr wert.»

Bekir Yilmaz von den Türkischen Gemeinden Berlins vertrat das Recht auf Kritik an der Ausstellung, was aber keine Gewalt rechtfertige. «Gewalt lehnen wir ab, egal aus welcher Ecke sie kommt.» Das habe er auch seinen muslimischen Mitbürgern gesagt. Doch Muslime seien mit dem umstrittenen Plakat in ihren Religionsgefühlen verletzt. «Immerhin beten 1,5 Milliarden Menschen in 55 Staaten fünf Mal täglich gen Mekka, wer das als "dumm" wie auf dem Plakat bezeichnet, verletzt Gefühle Andersgläubiger. Daher sollte man ein solches Plakat auch nicht aufhängen.»


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