| Reise durch Zeiten und Formen - Philip Taaffe in Wolfsburg Von Anita Pöhlig, dpa |
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| Donnerstag, 06. März 2008 um 16:45 Uhr | ||
Mit mehr als 80, zum größten Teil großformatigen Bildern nimmt Taaffe die Besucher mit auf eine besondere Reise durch die Zeiten und Kulturen. «Taaffes Werk ist die Verschmelzung der Abstraktion mit den Ornamenten aller Völker dieser Erde», sagte Museumsdirektor Markus Brüderlin am Donnerstag bei der Vorstellung der Ausstellung. Sie ist die bislang größte Einzelausstellung des Künstlers, teilte das Museum mit. Von Samstag (8.3.) bis zum 29. Juni gibt die Schau einen Überblick über das gesamte Werk des Künstlers, der in den 80er Jahren international bekanntwurde.
Der 1955 geborenen Maler scheint vieles wie ein Schwamm aufgesaugt zu haben: Anleihen bei den unterschiedlichsten Künstlern wie Paul Klee, Max Ernst, Andy Warhol oder Bridget Riley sind ebenso zu finden wie deutliche Spuren aus der afrikanischen, amerikanischen oder asiatischen Kultur. Bei anderen Bildern wieder stand die Natur Vorbild, werden Blätter oder versteinerte Meerestiere abgebildet. Mal stand die Antike Pate, mal die Moderne. Auch bei den Techniken beschränkt Taaffe sich nicht, von der Collage über Siebdruck bis zur Acrylmalerei findet sich alles in der Ausstellung. Bei allen Unterschieden, eines eint alle Werke: Taaffe verfügt über ein untrügliches Gespür von Harmonie in Form und Farbe. Egal ob ein Bild schrill-bunt oder in bedeckten Erdtönen daher kommt, ob streng geometrische oder geschwungene Formen dargestellt werden - jedes Werk scheint für sich aus einem Guss zu sein. «Seine Bilder sind wie visuelle Gedichte, die weit in die Welt der Formen führen», beschreibt Kurator Holger Broeker die Arbeiten des Amerikaners. Broeker präsentiert die Bilder in verschiedenen Räumen, die er im großen Saal des Museums angelegt hat. Von der Empore ist zu erkennen, dass die Stellwände selbst ein Ornament bilden. In vielen der mit ornamentartigen Mustern strukturierten Bilder tauchen auch immer wieder Tiere auf. Humor beweist Taaffe etwa bei dem Bild «Chi Chi begegnet dem Tod der Malerei». Darin stehen sechs Hunde ihren Artgenossen mit Totenschädeln gegenüber. Auf einem anderen farbenfrohen Bild flattern Schmetterlinge wie auf einer Sommerwiese. Ein Höhepunkt ist ein eigens für die Ausstellung gestalteter «Turm». In einem etwa vier Meter hohen, nach oben offenem Raum hat Taaffe in fünf Tagen die Innenwände mit mehr als 100 Linoldrucken wie ein Musterbuch seiner Kunst gestaltet. «Ornamente sind für mich die Weltsprache mit denen die verschiedenen Kulturen geeint werden», sagte der in Wolfsburg anwesende Künstler. (Zur Ausstellung liegt ein Katalog (240 S./32 Euro) vor. Internet: www.kunstmuseum-wolfsburg.de) |
























































