| Bauhauskünstler wiederentdeckt - Eugen Batz in Wuppertal Von Gerd Korinthenberg, dpa |
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| Dienstag, 11. März 2008 um 20:48 Uhr | ||
Batz, der Klee vom Bauhaus in Dessau als Meisterschüler an die Düsseldorfer Kunstakademie gefolgt war, verspreche «für die Zukunft sehr gute Leistungen». Wie sehr das Urteil des heute weltbedeutenden Bauhausmeisters über seinen begabten Schüler zutrifft, dies macht jetzt eine umfangreiche Präsentation des fast vergessenen Bauhauskünstlers Batz (1905-1986) in einer Doppel- Ausstellung in Wuppertal deutlich.
Präsentiert werden bis 11. April in der Galerie Epikur rund 80 seit 1943 entstandene Aquarelle des aus dem rheinischen Velbert stammenden Künstlers. Mit 75 Motiven erstmals breit dokumentiert ist das fotografische Werk von Batz: Hier finden sich konstruktivistische Einflüsse ebenso wie abstrakte Motive, in denen sich Textilgewebe, Netze, Holz oder Knochen zu morbiden «Materialstudien» fügen. Melancholische Reisefotografien der 70er Jahre aus Italien oder vor allem Tunesien machen mit dem heute verschwundenen archaischen Leben des Mittelmeerraumes bekannt, erinnern nicht selten in kontrastreichem Schwarz-Weiß an Szenen aus Pasolinis Filmen. Ganz vom Geist der Zeit inspiriert ist eines der schönsten Fotos von Batz: Eine «Industrieanlage in Duisburg» (1928) als kühne Komposition aus Schlot und Gestänge mit stürzenden Linien und dynamischen Diagonalen. Noch 1972 folgt der antike «Tempel in Paestum» dieser klaren konstruktivistischen Ästhetik. Im Kontrast dazu surreal-abstrakte fotografische Kollagen, die in typischer Bauhaus-Manier mit Kontrasten etwa von Hell und Dunkel oder der unterschiedlichen Materialbeschaffenheiten wie Federn und Metall spielen. Den lebenslang tiefen Eindruck Klees mischt Batz in seinen sensiblen Aquarellen mit der gestischen Abstraktion der Nachkriegszeit, erinnert in fein schraffierten Tusch-Strukturen auch hier und da an den «Surrealisten» Wols. Die Freiheit, mit der Batz bis ins hohe Alter Architekturstrukturen, Landschaften und Licht auf seine Blätter «ohne Titel» bannt, muss wohl die Freiheit sein, die das Bauhaus seinen Schülern mit auf den Lebensweg gegeben hat. Die Werke von Eugen Batz, die nicht zu dem von der Kulturstiftung einer regionalen Bank (Sparda-Bank West) gepflegten Nachlass des Künstlers gehören, sind käuflich. (Internet: www.galerie-epikur.de) |
























































