| Skulpturensammlung Liebieghaus in Frankfurt im neuen Gewand Von Anne-Katrin Einfeldt, dpa |
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| Mittwoch, 12. März 2008 um 16:11 Uhr | ||
Das neue Konzept basiere vor allem auf einer gründlichen Überarbeitung der Farb- und Lichtgestaltung für die Präsentation der rund 3000 Exponate umfassenden Sammlung, sagte Direktor Max Hollein am Mittwoch bei der Vorstellung des renovierten Hauses. «Es ist eine bestmögliche Aufstellung und Präsentation der Sammlung», sagte Hollein. Die Umbauarbeiten hätten rund 2,5 Millionen Euro gekostet. Die Meisterwerke aus fünf Jahrtausenden sind von diesem Donnerstag an wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Skulpturensammlung gilt als eine der bedeutendsten Europas.
Die wichtigste Änderung: Die Wände der Ausstellungsräume sind nicht mehr weiß. Stattdessen sind sie grau, was an Stein erinnern soll, oder in ein warmes Rot, kräftiges Grün und Taubenblau getaucht. «Die Räume gewinnen an Ästhetik», meinte Hollein. Besonders stolz ist der Direktor auf eine völlig neue Beleuchtung. Die Oberlichter in den Decken wurden zum Teil erneuert und neue umlaufende Deckenschienen mit steuerbaren, extrem kleinen LED-Strahlern bestückt. Hiermit können die Objekte gezielt und individuell ausgestrahlt werden. Hollein betonte, dass dies eine neue, energiesparende Lösung sei - «das Nonplusultra auf diesem Gebiet für Museen weltweit». Der Frankfurter Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) lobte ebenfalls die Lichtinstallation: «Die alten Werke werden in ihrer spezifischen kulturhistorischen Bedeutung im Wortsinne 'ins Licht gesetzt'.» Das Durcheinander verschiedener Sockel für die Präsentation der Skulpturen, das sich im Lauf von fast 100 Jahren entwickelt hatte, hat ein Ende gefunden. Die Werke sitzen jetzt auf einheitlichen, schlichten anthrazitfarbenen Sockeln oder Podesten, die nach Raum und Exponat in Größe und Form variieren. Das bringt den Machern zufolge mehr Dichte in die Präsentation. Aber auch architektonisch gibt es Neues: Die einzelnen Räume der 1896 nach Plänen des Architekten Leonhard Romeis für den Textilfabrikanten Heinrich Baron von Liebieg errichteten Villa wurden wieder hergestellt. Dafür mussten Eingänge an ihre ursprünglichen Stellen zurückverlegt werden. Erstmals können die Besucher einen Einblick in das Dachgeschoss werfen, in dem vorher Büros untergebracht waren. Jetzt präsentieren sich diese Räume wieder in ihrem ursprünglichen Stil und laden zum Verweilen ein. Die Sammlung selbst erlebt ebenfalls eine Neuinszenierung. Sie sei «bisher nicht zu inhaltlichen Strängen zusammengezogen» gewesen, sagte der Direktor des Liebieghauses, der auch dem benachbarten Kunstmuseum Städel vorsteht. Der neue Rundgang entwickelt sich chronologisch vom Mittelalter bis zum Rokoko. Die Objekte der ostasiatischen Kulturen fanden ihren Platz im Untergeschoss. |
























































