| Jüdisches Museum in Rendsburg zeigt Hundertwasser-Ausstellung |
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| Sonntag, 16. März 2008 um 14:32 Uhr | ||
Nicht die Religion selbst habe den Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) beschäftigt, sondern die Verfolgung und Auslöschung des Judentums sagte die langjährige Museumsleiterin Frauke Dettmer. «In einigen Arbeiten nimmt der Maler sich des Themas direkt an wie in "Krematorium" (1963), mit den im Vordergrund dominierenden Schornsteinen, aus denen der Rauch steigt, in dem sich alles Leben auflösen wird», erklärte die Expertin. Auf wenige Symbole verdichte er das Leid der Juden, beispielhaft in «Judenhaus in Österreich» (1962), ein Haus, das keinen Schutz biete.
Bis zum 1. Juni präsentiert die Schau insgesamt 26 Werke des Malers, sowie selten gezeigte Fotos und Dokumente. Die meisten Exponate sind Leihgaben aus dem KunstHausWien. «Die Inhalte unserer Bildauswahl gehen zurück auf seine Kinder- und Jugendzeit unter dem nationalsozialistischen Regime», sagte Dettmer. Der als Fritz Stowasser in Wien geborene Künstler war Sohn einer österreichischen Jüdin. Im Jahr 1943 wurden 69 der 74 jüdischen Familienangehörigen mütterlicherseits deportiert und in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten umgebracht. «Es gibt wohl kaum einen anderen zeitgenössischen Künstler, der seine Anklage von Gewalt und Zerstörung mit soviel Formen- und Farbenpracht gestaltet hat», sagte Dettmer. «Es wäre ein Fehler, würde man deswegen seine Trauer und sein unermüdliches Plädoyer für Menschlichkeit nicht ernst nehmen.» Hundertwasser erweise sich in seiner Bilderwelt als großer Humanist, fern jeder Ideologie. |
























































