| Sammlung Lauffs: Bald Abzug aus Krefeld - Beuys noch in Diskussion |
|
|
|
| Dienstag, 18. März 2008 um 16:22 Uhr | ||
Die organisatorischen Fragen seien «weitgehend» geklärt, sagte der Kölner Anwalt der Sammlerfamilie, Michael Loschelder, am Dienstag. Nach Auskunft der Stadt Krefeld sollen die ersten 40 Arbeiten, die über viele Jahre einen wichtigen Teil der Museums-Präsentation von Gegenwartskunst bildeten, voraussichtlich bis Ende März zurückgegeben werden.
Die Kunstsammlerin Helga Lauffs (82) hatte Anfang November angekündigt, die etwa 500 Werke ihrer privaten Sammlung zeitgenössischer Kunst aus dem Städtischen Kaiser-Wilhelm-Museum abzuziehen. Das renovierungsbedürftige Haus biete keine konservatorische Sicherheit für die teils bedeutende Kollektion. Vom Abzug seien fünf bedeutende Arbeiten von Joseph Beuys zunächst nicht betroffen, erklärte der Sammler-Anwalt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa: «Da laufen noch Gespräche mit dem Ziel einer gütlichen Einigung.» Der Verband Rheinischer Museen hatte an die Sammlerin appelliert, den Beuys-Block mit den Werken «Fond IV» und der in einem Regal geschichteten «Barraque D'Dull Odde» insgesamt am Ort zu erhalten. «Ein großes Kunstwerk wäre sonst zerstört.» Nach Angaben des Kölner Anwaltes werde ein Teil der Lauffs- Sammlung vom Auktionshaus Sotheby's versteigert, ein weiterer Teil soll von einer Londoner Galerie verkauft werden. Ein dritter Teil der bedeutenden Kollektion wolle die Sammlerin an ein anderes Museum geben, das aber noch nicht bestimmt worden sei, betonte Anwalt Loschelder. Die Krefelder Privatsammlung war seit 1968 von Walther und Helga Lauffs in enger Abstimmung mit den Direktoren des Kaiser-Wilhelm- Museums zusammengetragen und dem Museum als Leihgabe überlassen worden. Mit ihren Werken wichtiger Künstler des 20. Jahrhunderts gehört die Kollektion zu den größten deutschen Privatsammlungen an Gegenwartskunst. |
























































