| Museumsdirektoren diskutieren Präsentationsformen von Sammlungen |
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| Samstag, 22. März 2008 um 10:26 Uhr | ||
«Wir wollen klären, was richtiger und wichtiger ist, publikumswirksame, spektakuläre, oft aus aller Welt zusammengeliehene Sonderausstellungen oder die Präsentation von Kunst und Kultur an den authentischen Orten», sagte der Vorsitzende des Museumsverbandes, Prof. Dr. Ewald Gäßler, am Donnerstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zu der Tagung werden von kommendem Donnerstag an 150 Museumsdirektoren und Fachleute im südniedersächsischen Bad Gandersheim erwartet.
Gerade der Tagungsort mit der Dauerausstellung seines tausendjährigen Kirchenschatzes im Dom und dem nahe gelegenen Kloster Brunshausen sei ein sehr gutes Beispiel für «Kunst und Kultur am Ort der Geschichte». Aber auch Bremen und Hildesheim verfolgten mit ihren Sonderausstellungen ein erfolgreiches Konzept. «Schlimmer ist es, wenn sich ein Stadtmuseum eine Dinosaurierausstellung oder Ötzi ausleiht. Das hat weder mit dem Ort noch mit der regionalen Geschichte etwas zu tun.» Gäßler appellierte an die Museen, sich verstärkt auf die eigenen Sammlungen zu besinnen. «Wir haben in allen unseren Museen umfangreiche Schätze, die uns über Jahrhunderte überkommen sind, und sind gefordert, sie auch auszustellen.» Ohne Zweifel stehe Museen auch die Möglichkeit offen, sich für Ausstellungen Exponate auszuleihen. «Aber das ist ein Spagat, über den wir dringend sprechen müssen», sagte der Direktor des Stadtmuseums Oldenburg. Ebenso notwendig wie die Suche nach neuen Konzepten sei auch eine Verstärkung der Forschung in den Museen. «Hier gibt es ganz großen Nachholbedarf, denn mancher Schatz schlummert noch ungehoben in den Archiven und Magazinen.» Aufgrund knapper öffentlicher Kassen gebe es auch einen großen Handlungsbedarf im Bereich Pflege und Restaurierung der Exponate. Nur wenige Museen könnten sich heute noch eigene Restaurierungswerkstätten leisten. Dies habe auch dazu geführt, dass die Sammlungen immer mehr auf Sponsoring angewiesen seien. Das Geld fließe dann aber oft in Ankäufe statt in die Pflege. Um einen Überblick zu bekommen, habe der Verband jetzt Fachleute beauftragt, den dringendsten Restaurierungsbedarf der Museen in den beiden Ländern zu untersuchen und zu beziffern. (Gespräch: Werner H.T. Fuhrmann, dpa) |
























































