| Führungswechsel im Kunstverein Hannover - René Zechlin neuer Chef |
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| Sonntag, 30. März 2008 um 17:43 Uhr | ||
«Der Kunstverein hat ein hohes Niveau. So ist die Basis und Vorgeschichte sehr gut, um weiterhin Impulsgeber für die internationale Kunstszene zu sein», sagte Zechlin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Kunsthistoriker war zuvor für das Ausstellungsprogramm der Lewis Glucksman Gallery im irischen Cork verantwortlich.
Zechlin versteht seine Aufgabe eher als ein Weiterentwickeln der Institution als einen radikalen Bruch. Für sein neues Programm ist er im Moment noch in der Erkundungsphase. «Mir ist es sehr wichtig, ein Gefühl zu entwickeln für die Stadt, für die Kulturszene und für die Bedeutung der Stadt innerhalb von Deutschland und Europa.» Als erste von Zechlin kuratierte Schau werden Mitte November Arbeiten des in Jerusalem geborenen jungen Videokünstlers Omer Fast zu sehen sein. Besucherzahlen sind für den Ausstellungsmacher kein Erfolgskriterium. Dennoch möchte er durch neue Vermittlungsangebote mehr Menschen einen Zugang zur Gegenwartskunst ermöglichen. «Es stimmt, zeitgenössische Kunst ist schwierig und verlangt einiges an Engagement vom Besucher», räumte er ein. Allerdings zeige zum Beispiel «Made in Germany», dass mit ihr sehr wohl Publikumserfolge gefeiert werden könnten. «Es kommt auch auf den Namen und die Vermarktung an.» Die Schau mit junger Kunst aus Deutschland hatte im vergangenen Sommer 61 000 Besucher nach Hannover gelockt, doppelt so viele wie erwartet. Selbst Menschen, die zum ersten Mal ein Museum oder Ausstellungshaus betreten, finden nach Meinung des neuen Kunstvereins-Direktors immer Anknüpfungspunkte. «Das ist gerade das Spannende an zeitgenössischer Kunst, dass sie Querbeziehungen zu anderen gesellschaftlichen Themen hat.» So gibt es in der nächsten noch von Stephan Berg geplanten Schau «Adrian Paci» zahlreiche Begleitveranstaltungen zum Thema Migration. Der albanische Künstler emigrierte mit seiner Familie nach Italien und thematisiert in Videos, Fotografien, Bildern und Plastiken die Problematik der Heimatlosigkeit. Vor seiner Zeit in Irland war Zechlin im Frankfurter Kunstverein angestellt, wo er gemeinsam mit Nicolaus Schafhausen die Gruppenausstellung «deutschemalereizweitausenddrei» kuratierte. Schafhausen, zuletzt Kurator des Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig, habe ihn geprägt, erklärte der neue Kunstvereins-Chef. Auch in Hannover soll es in Zukunft vermehrt Gruppenausstellungen zu Themen geben, die in der gesellschaftlichen Diskussion sind. Gespräch: Christina Sticht, dpa |
























































