| Münchner Menzel-Ausstellung zeigt Künstler als Alltags-Beobachter |
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| Donnerstag, 15. Mai 2008 um 19:41 Uhr | ||
«Adolph Menzel - radikal real» nennt sich die Schau, die den Berliner Künstler (1815-1905) als Realisten und präzisen Beobachter der Menschen und ihres Alltags präsentiert. «Menzel schreckt vor nichts zurück und darin liegt seine gnadenlose Modernität», sagte der Kurator Bernhard Maaz, Leiter der Alten Nationalgalerie in Berlin. In der ersten Menzel-Ausstellung in München sind bis zum 31. August rund 220 Exponate zu sehen, darunter Gemälde, Gouachen und Fotografien. Maßgeblich beteiligt ist das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, das mehr als 10 000 Werke des gebürtigen Breslauers aufbewahrt. Auf die bekannten historischen Bilder und das druckgrafische Werk Menzels haben die Ausstellungsmacher verzichtet. Stattdessen zeigen sie den Künstler gleich zu Beginn in seinem persönlichen Umfeld - seine Familie, seine Freunde, seine Heimat Berlin. Bilder wie «Wohnzimmer mit Menzels Schwester» oder die Skizze eines lesenden Paares vermitteln einen Eindruck von Intimität und Geborgenheit. Im zweiten Abschnitt «Unerbittlich wahrhaftig» lenkt die Schau den Blick auf die vielen Detail- und Charakterstudien, die mal humorvoll, mal enthüllend sind. Zu sehen sind Menschen beim Toilettengang oder «Köchin Lina's Kamm» mit Haaren. Selbst profane Dinge wie eine Klobürste oder einen umgestürzten Teekessel gibt der emsige Zeichner wieder. Im grausigen Kontrast dazu steht etwa das Bild «Drei gefallene Soldaten in einer Scheune», das er 1866 nach dem Besuch eines Schlachtfeldes im preußisch-österreichischen Krieg malte. (Internet: www.hypo-kunsthalle.de) |
























































