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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Denken und Fühlen in Nahost - Essl zeigt Israelis und Palästinenser Von Christian Fürst, dpa PDF Drucken E-Mail
Samstag, 17. Mai 2008 um 09:02 Uhr

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22 jüdische und arabische Künstler aus Israel und dem Westjordanland stellen seit Freitag ihre Arbeiten im renommierten Essl-Museum in Klosterneuburg bei Wien aus. Von traditioneller Malerei über interaktive Rauminstallationen, Video-Kunst bis zur modernen Plastik und Fotografie reicht das Spektrum der Arbeiten, die die Künstler bis zum 26. Oktober präsentieren.

«Overlapping Voices» (überlagernde Stimmen) heißt diese Ausstellung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Vielmehr soll sie eine «Sammlung individueller Positionen» darstellen und aufzeigen, wie sich die «überlappende» Geschichte von Israelis und Palästinensern auf die Kunst in dem Krisengebiet auswirkt. «Dies ist ein hochbrisantes Thema aus einer hochexplosiven Region», erläuterte Essl, der in den vergangenen Jahren bereits umfassende Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aus China, dem Balkan oder auch aus Leipzig präsentiert hat.

Doch trotz dieser allgegenwärtigen Brisanz wird «Ideologie» bei dieser Kompilation bewusst kleingeschrieben. Vielmehr wollten die vier israelischen und Wiener Kuratoren, die ein Jahr an der Vorbereitung arbeiteten, zeigen, wie die jüdischen und arabischen Künstler den allgegenwärtigen Konflikt in einer Region mit einer Vielzahl an Reizen verarbeiten. Es sind Werke von ganz Jungen bis Älteren, Alteingesessenen, Neu-Einwanderern, Vertriebenen, die ihre Geschichte in unterschiedlichsten Formen ausdrücken.

Da ist etwa der in Ramallah geborene und jetzt mit seiner jüdischen Frau in Berlin lebende Osama Zatar. Er zeigt gleich am Eingang skurrile, surreale Skulpturen, die er aus Trödel zusammengebaut hat. Zatars Schicksal unter diesen 22 Künstlern ist einzigartig, denn der Konflikt zwischen beiden Völkern verbietet es ihm, mit seiner Frau in Israel oder dem Westjordanland zu leben.

Da ist aber auch der (jüdische) Israeli Yoav Weiss, der eine Homepage eingerichtet hat, auf der er - nach dem Vorbild der Berliner Mauer - schon heute Teile der gigantischen Mauer zum Verkauf anbietet, die heute Israel und Palästinenser trennt. Masha Zusman, die in Pastelltönen fantasievoll auf Holzplatten malt, die aus Einwanderer-Kisten stammen. Anisa Ashkar wiederum, eine Körper- und Performance-Künstlerin, benutzt ihren Körper als Leinwand und schreibt jeden Tag ein anderes arabisches Wort auf ihr Gesicht. Raed Bawayeh wiederum zeigt großformatige, eindrucksvolle Schwarzweiß- Fotos von der palästinensischen Polizei. Und Manar Zuabi schließlich befestigt tausende Nadeln an den Wänden des Ausstellungsraums. Manche anscheinend ungeordnet, andere in der Form von Landkarten und Körpern. Ein andere, die arabische Künstlerin Jumana Manna, fotografierte und video-filmte ihre männlichen Zeitgenossen in Alltagssituationen.

Insgesamt, so gibt Mäzen Karlheinz Essl zu, ist es unmöglich, eine Ausstellung mit israelischen und arabischen Künstlern zu machen, die «den Konflikt» ausklammert. Ist doch der israelische Unabhängigkeitstag, der in diesem Mai groß gefeiert wurde, auch der Tag der palästinensischen «Katastrophe», der «Naqba» gewesen. Der Tag, an dem ihre Vertreibung begann.

Doch «Overlapping Voices» geht mit diesem so schwierigen Thema besonnen und feinfühlig um. Die Ausstellung betont auch Bereiche, in denen sich die Interessen decken. Dass dabei Missverständnisse unvermeidbar waren, macht die Reaktion des israelischen Botschafters in Wien deutlich, der eine Einladung zur Eröffnung am Donnerstagabend ablehnte. «Ich bedaure», so meinte Botschafter Dan Ashbell, «dass am 60. Geburtstag meines Landes der arabisch-israelische Konflikt Hauptthema einer Kunstausstellung wird.»



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