| «Rheingold» im Schloss - Barocker Standort für Gegenwartskunst |
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| Samstag, 17. Mai 2008 um 09:04 Uhr | ||
Die umfangreiche Privatsammlung «Rheingold» will künftig das Barock-Wasserschloss Dyck bei Jüchen (Rhein Kreis Neuss) als ständigen Ausstellungsort nutzen. Dies kündigte am Freitag der Düsseldorfer Kunsthändler Helge Achenbach an, der unter anderem mit den früheren «Allkauf»-Besitzern Viehof Gesellschafter der mit mehreren NRW-Museen kooperierenden Kunstkollektion «Rheingold» ist. Die ständig wachsende Sammlung umfasst derzeit etwa 900 Arbeiten von Beuys bis Baselitz, von Polke bis zu den Fotografen Becher, Ruff und Höfer. Zuletzt war der spektakuläre Erwerb von rund 300 Werken aus der Kölner Sammlung Speck durch die Brüder Viehof bekanntgeworden. Der Sammler und Mediziner Reiner Speck werde von August an seinen Kunstbesitz auf dem Schloss der Öffentlichkeit präsentieren, sagte Achenbach. Ab dem Frühjahr 2009 sei dann an alle sechs Monate wechselnde «Künstlerinterventionen» mit eigens für die Barock-Räume geschaffenen Werken gedacht. «Wir beauftragen nur Künstler, die wir auch für die Sammlung interessant finden», erklärte der «Rheingold»- Geschäftsführer. Bewusst sei der Ausstellungsort abseits der Metropolen Düsseldorf und Köln erwählt worden, «weil hier die Chance der Kontemplation ist». Der Etat der seit fünf Jahren mit Ausstellungshäusern in Siegen, Köln, Mönchengladbach und Düsseldorf kooperierenden «Rheingold»-Sammlung für die Projekte auf dem Schloss sei mit dem eines Museums vergleichbar. Den Auftakt der Kooperation mit der Stiftung Schloss Dyck macht zunächst eine ab 20. Mai (bis 1. August) zu sehende Ausstellung «Paradies und zurück», bei der rund 90 zeitgenössische Kunstwerke etwa von Baselitz, Meese oder Daniel Richter in den barocken Sälen zu sehen sind. Zentralthema ist die vielschichtige Paradies-Vorstellung in der Gegenwartskunst: So hängen fünf gleichzeitig faszinierende wie erschreckende Großfotos von Wald- und Dschungelansichten des Foto- Stars Thomas Struth unter den allegorischen Deckengemälden des Schloss-Festsaales. Das Schweizer Künstlerduo Fischli/Weiss projiziert seine ironischen Paradies-Vorstellungen mit 162 Dias in einen prächtigen Marmorkamin und der bedeutende südafrikanische Künstler William Kentridge zeigt seinen bedrückenden Animationsfilm «Shadow Procession» (1999) als Vertreibung aus dem Paradies im Dialog mit alten Schlachtengemälden. |
























































