| Kunst in der Büchse - Galerie Stihl Waiblingen wird eröffnet Von Roland Böhm, dpa |
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| Montag, 26. Mai 2008 um 19:39 Uhr | ||
Die neue Ausstellungshalle, an deren Optik sich die Geister scheiden, öffnet an diesem Freitag ihre Pforten. Den Auftakt macht ein Brite: Bis 7. September sind Grafiken, Aquarelle, Vorzeichnungen und Ölskizzen von William Turner (1775-1851) ausgestellt. Ende September folgt eine Ausstellung zu Rembrandt und den englischen Malerradierern des 19. Jahrhunderts. Dank einer Millionenspende aus dem Hause des schwäbischen Sägenkönigs Stihl sind direkt am Flüsschen Rems zwei sehr schlichte, gerundete Flachdachbauten entstanden. Im größeren ist die Galerie untergebracht, in den kleineren Bau zieht die Kunstschule Unteres Remstal. Durch die grünliche, uniforme Industrieglasfassade wirkt die Galerie tagsüber unscheinbar, nachts gibt ihr die Beleuchtung von innen mehr Reiz. Baubürgermeisterin Birgit Priebe sprach von «Rücksicht» gegenüber der Fachwerk-Kulisse der Altstadt. Die Gebäude sollten «nicht grob und nicht mächtig» sein. 5,5 Millionen Euro investierte die Stadt in ihr neues Kulturufer am Remsbogen. Zwei Millionen Euro stammen aus einer Spende der Eva Mayr-Stihl Stiftung, benannt nach der Schwester des Motorsägen- Fabrikanten Hans-Peter Stihl. Durch die Spende bekomme die 53 000- Einwohner-Stadt etwas, «was sie sich sonst nicht leisten könnte», sagte Oberbürgermeister Andreas Hesky (parteilos). Ziel sei es, Waiblingen mit Galerie und Kunstschule als «Ort der Kunst» in der Region Stuttgart zu positionieren. Nach Priebes Angaben rechnet die Stadt mit Unterhaltskosten von 500 000 Euro pro Jahr. Die Galerie Stihl zeigt keine auf einer bestehenden Sammlung basierende Ausstellungen wie etwa die Kunsthalle des Schrauben-Fabrikanten Würth in Schwäbisch Hall, sondern Wechselausstellungen. Geplant sind drei verschiedene pro Jahr. Das Programm soll dabei von klassischen Zeichnungen bis zur Entwurfszeichnung reichen, sowie vom Comic bis zur Bildergeschichte, von der Skizze bis zum digitalen Entwurf. Jedes Ausstellungsjahr steht unter einem übergeordneten Motto. 2008 lautet es Reisen. Die 71 Grafiken des «Liber Studiorum» («Buch der Studien») zählen nach Angaben der Stadt zu Turners wichtigsten Arbeiten. Sie seien zum ersten Mal komplett in einem deutschen Ausstellungshaus zu sehen, hieß es. Die Motive basieren auf Turners Skizzenbüchern, die er während seiner vielen Reisen durch England, Schottland und auf dem Kontinent mit seinen Eindrücken füllte. Waiblingens Oberbürgermeister Hesky bekannte zur Eröffnung: «Nicht ganz einfache Kost.» |
























































