| Tiepolos «Steinigung des Heiligen Stephanus» nun in der Residenz |
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| Donnerstag, 29. Mai 2008 um 20:35 Uhr | ||
Bayerns Kunstminister Thomas Goppel und Staatskanzleichef Eberhard Sinner (beide CSU) präsentierten das Altargemälde am Donnerstag in der Würzburger Residenz der Öffentlichkeit. «Das ist ein echter Glücksfall», sagte Goppel mit Blick auf eine Auktion Ende 2006 in London, bei der der Freistaat das Ölbild für umgerechnet etwa 620 000 Euro ersteigern konnte. Das Gemälde des Venezianers Tiepolo (1727-1804) aus dem Jahr 1754 kann bereits seit einigen Wochen in der Staatsgalerie der Residenz besichtigt werden. Das vier mal zwei Meter große Bild gilt als eines der Hauptwerke Tiepolos. Ursprünglich hatte es der Maler für die Benediktinerabtei in Münsterschwarzach (Landkreis Kitzingen) geschaffen. Hier steht künftig eine Kopie des «Juwels der Kunstgeschichte», wie Goppel es bezeichnete. «Der Kulturstaat Bayern ist um eine weitere Attraktion reicher geworden.» Das weit über Franken hinaus bekannte Werk galt seit dem Einziehen kirchlicher Besitztümer durch weltliche Hoheitsträger (Säkularisation) 1803 als verschollen. 1940 tauchte es in einer deutschen Privatsammlung wieder auf und wurde zwei Jahre später zur Restaurierung in die Berliner Museen gebracht. Nach der Rückgabe an den Besitzer kam es in den Kunsthandel. Jedes Jahr besichtigen mehr als 300 000 Menschen die Residenz, in der auch das mit 677 Quadratmetern zweitgrößte zusammenhängende Deckenfresko der Welt von Giambattista Tiepolo (1696-1770) zu sehen ist - dem Vater von Giandomenico.
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