| Experimente mit Schwarz - Schau präsentiert 21 junge Künstler |
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| Donnerstag, 29. Mai 2008 um 20:36 Uhr | ||
Zu sehen sind von diesem Freitag an bis zum 10. August mehr als 80 Bilder von 21 Künstlern der jüngeren Generation. Sie experimentieren mit Techniken und Materialien: So verbergen sich etwa hinter Udomsak Krisanamis' Gemälden aufgeklebte Glasnudeln, die schimmernden Bilder von Gregor Hildebrandt bestehen aus aufgeklebten Tonbändern von Musikkassetten. «Die schwarze Malerei ist eine große Herausforderung», sagte der Direktor der Kestnergesellschaft, Veit Görner, am Donnerstag. Im 18. und 19. Jahrhundert war Schwarz in der Malerei verpönt, das Schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch markierte 1913 den Übergang zur Moderne. Schwarze Bilder changieren je nach Standpunkt des Betrachters, fotografieren lassen sie sich meist überhaupt nicht. «Sie zeigen, dass die Malerei der Fotografie haushoch überlegen ist», erklärte Görner. Er sprach einige Künstler konkret an, ob sie sich an der Schau beteiligen wollen. So sagte unter anderem Jonathan Meese zu, der ein ironisches Manifest zum «schwarzen Bildniss» verfasste. Eine längere Betrachtung lohnen die Werke des abstrakten Realismus an der Schnittstelle zwischen abstrakter und gegenständlicher Malerei. So wird etwa in einem Gemälde von Andreas Hofer eine Biergarten-Szene sichtbar. Die Holländerin Rezi van Lankveld, die auf Holz arbeitet, folgt dem Zufallsprinzip - dennoch kristallisieren sich bei ihr zum Beispiel Figurengruppen heraus. Görner reizte die Konzentration auf das eingegrenzte Thema: «Es ist sehr verführerisch, quasi mit dem Blick durch die Lupe, viel über Malerei zu erzählen.» (Internet: www.kestner.org, Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 19 Uhr, donnerstags von 10 bis 21 Uhr geöffnet, montags geschlossen. Zur Schau ist im Kehrer Verlag ein Katalog erschienen, 192 Seiten, ca. 75 farbige Abbildungen, 49 Euro).
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