| «Rot ist schön» - Rupprecht Geigers Lebenswerk im Siegener Museum |
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| Freitag, 30. Mai 2008 um 16:50 Uhr | ||
«Rot ist schön». Mit 140 Arbeiten aus über 60 Schaffensjahren lässt das Museum für Gegenwartskunst in Siegen jetzt das Werk Geigers Revue passieren, der im Januar 100 Jahre alt geworden und damit der wohl älteste noch aktive Maler Deutschlands ist. Die Gemälde, Druckgrafiken, Collagen und Architekturen des Müncheners sind von Sonntag an bis zum 28. September zu sehen; in ähnlicher Form hatte die Geburtstagsschau bereits im Lenbachhaus München gastiert. Seit den 60er Jahren steht im Mittelpunkt des Schaffens die Farbe Rot in allen Variationen, die mal als Quadrat, Kreis oder Rechteck auftaucht: «Alleiniges Thema meiner Malerei ist die Farbe, sie selbst ist das Motiv», sagte der Künstler, der seinem Grundthema eine breite Palette an Motiven abgewinnt. So lässt er in der an russische Konstruktivisten erinnernden Wandinstallation «Pinc contra Orange» 2005 scheinbar eine Sonnenscheibe eine rote Schräge hinabrollen oder variiert Rechtecke in diversen Magenta-Stufungen zu «Mappe 85, magenta-cerise» (1993). Mit seinen Modellen «Geist und Materie» von 2003 wandelt der studierte Architekt Geiger auf den Spuren utopischer Baumeister von der Französischen bis zur Oktoberrevolution: Allerdings geht es dem ehemaligen Professor der Düsseldorfer Kunstakademie darum, dem Betrachter die Sinnlichkeit des Rot rundum in einem plastischen Körper erfahrbar zu machen. Seine Architekturen gelten ihm nicht als skizzenartige Entwürfe, sondern als eigenständige Kunstobjekte. Eine Komposition aus fast schmerzhaft künstlich-leuchtenden roten Farbschlieren mit einem Kreissegment auf roher Leinwand blieb 2007 «Ohne Titel». Fast drei Dutzend Collagen als Arbeiten der vergangenen Jahre belegen die anhaltende Schaffens- und Erfindungskraft des nimmermüden greisen Künstlers.
(Internet: www.mgk-siegen.de) |
























































